IOC-Präsident Rogge lobt YOG 2012: „Das waren zehn ruhmreiche Tage“
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IOC-Präsident Jacques Rogge bedachte die Jugendspiele in Innsbruck mit der Bestnote.
Foto: TT / Julia Hammerle
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Innsbruck - Eine fast enthusiastische Bilanz hat IOC-Präsident Jacques Rogge am Sonntag zum Abschluss der ersten Olympischen Jugend-Winterspiele (YOG) in Innsbruck gezogen. Der Belgier war nicht nur von der Organisation, sondern auch vom „Spirit“ der Athleten begeistert und sieht für sein Liebkind „Youth Olympic Games“ goldene Zeiten kommen. Die Entscheidung, die ersten Winterspiele in Tirol auszutragen, sei richtig gewesen.
Rogge verwies besonders darauf, dass Länder wie Marokko oder Monaco eine Medaille gewonnen haben. Sechs Prozent der Medaillen gingen an Länder, die noch keine olympische Wintermedaillen gewonnen haben. Fünfzig Prozent der jungen Sportler haben sich für das Anti-Doping-Programm der WADA interessiert. Es gab insgesamt 110.000 Zuschauer. 900 Journalisten berichteten, in 79 Ländern war die YOG im Fernsehen vertreten. „Wir sahen aber auch, wie neuen Medien wie Facebook angenommen wurden“, ist Rogge Stolz.
In den zehn Tagen der Jugend-Winterspiele versuchten sich 1059 Athleten aus 67 Nationen in 63 Medaillenentscheidungen. Wobei im Gegensatz zu den „traditionellen“ Spielen die Sportler und ihre Betreuer von Beginn der Spiele bis zum Ende im Olympischen Dorf in Innsbruck bleiben mussten. „Das Kultur und Bildungsprogramm ist perfekt angenommen worden und eine Erfolgsstory“, betonte Rogge.
Auch dass sich Innsbruck bei der Organisation zurückgehalten hat, sei richtig gewesen. 23,7 Millionen Euro betrug das Budget des OK in Tirol, sechs Millionen steuerte das IOC bei, das zudem die Kosten für Unterbringung und Transport der Athleten und Betreuer übernahm. „Insgesamt kosten uns diese Spiele 15 Millionen Euro. Wir sind dabei aber nicht auf Gewinn ausgerichtet, wir wollen der Jugend etwas bieten und Werte vermitteln“, erklärte Rogge.
Auch das Fehlen eines offiziellen Medaillenspiegels verteidigte der IOC-Präsident: „Das wird ja immer verschieden interpretiert. In Peking (2008, Anm.) argumentierten die Chinesen, sie seien nach der Zahl der Goldmedaillen vorne, die USA wiederum sah sich in der Zahl der Medaillen vorne. Jeder interpretiert dies wie er will.“
Rogge ist zuversichtlich, dass es 2014 bei den Sommer-YOG in Nanjing (CHN) und 2016 im Winter in Lillehammer (NOR) weiter aufwärtsgehen wird. „Das Konzept stimmt, das haben wir in Innsbruck gesehen“, sagte der IOC-Präsident. Wie weit junge und neue Sportarten in die „traditionellen“ Spiele aufgenommen werden, ließ Rogge offen: „Das wird in kleinen Dosen passieren“. Er verwies aber darauf, dass 2014 in Sotschi Damen-Skispringen, Slopestyle und die Biathlon-Mixed-Staffel olympisch sein werden.
ÖOC-Präsident Karl Stoss strahlte ebenfalls: „Vierzehn Medaillen für unser Team. Das ist super, super, super. Das ist bei weitem mehr als ich erwartet habe.“ Zudem ergänzte Stoss, dass sich Österreich mit der perfekten Organisation der Spiele in die Herzen des IOC gebracht habe: „Das war Werbung für den Sport.“ (APA)
Zahlenspiele zur YOG 2012
• internationale TV-Berichterstattung: 70 Nationen verwendeten News Feed
• über 11.000 Artikel wurden weltweit über Innsbruck 2012 veröffentlicht
• knapp 600.000 Views auf YouTube;
• 25.000 Fans auf Facebook, davon waren 20 % täglich aktiv;
• über 8 Millionen Kontakte über IOC-Plattformen
• rund 117.000 Essen wurden ausgegeben (22.000 Frühstück, 43.000 Mittagessen, 52.000 Abendessen)
• 375.000 Soft-Getränke wurden konsumiert
• etwa 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer (geschätzt), inklusive 30.000 auf der Medals Plaza, 15.000 bei der Eröffnungsfeier und fast 20.000 beim Eishockey (inklusive Finale)
• offizielle Website (www.innsbruck2012.com): seit 13. Jänner 2012 4,7 Millionen Besuche.
• über 50.000 Merchandising Artikel sind mehr oder weniger ausverkauft; lediglich einige Pins, Münzen, T-Shirts und Tassen übrig.
• Transport Common Shuttle Service: 169.079 Passagiere
Die österreichischen Medaillengewinner der YOG 2012
GOLD
Marco Schwarz (Ski alpin/RTL und SL), Elisabeth Gram (Freestyle/Halfpipe), Miriam Kastlunger (Rodeln), Martina Rettenwender, Christina Ager, Marco Schwarz, Mathias Graf (Ski alpin, Teambewerb), Michaela Heider (Freestyle/Ski Cross)
SILBER
Carina Mair (Skeleton), Stefan Geisler (Skeleton), Eishockey-Team Mädchen, Benjamin Maier/Robert Ofensberger (Bob/Zweier)
BRONZE
Christina Ager (Ski alpin/Super-G), Mathias Graf (Ski alpin/Slalom), Melanie Brantner (Short-Track/int. Team), Miriam-Stefanie Kastlunger, Armin Frauscher, Thomas Steu/Lorenz Koller (Rodeln/Team)
aktualisiert: So, 22.01.2012 16:40

