02.02.2012, 10:45  Aktualisiert: 02.02.2012, 11:01 
Football

Teil3: Bowling auf Amerikanisch und der Wunsch nach Kaspressknödeln

Das Spielverhalten und das Essen der Amerikaner sind mehr als gewöhnungsbedürftig.
Foto: All Sport och Idrott

Liebe TT.com-Leser,

heute ist es endlich soweit: Team World gegen die USA. Die besten Nachwuchsspieler aus aller Welt treffen auf eine Auswahl hochtalentierter High-School-Spieler, von denen die meisten heute ein Football-Stipendium für eine Elite-Universität erhalten haben.

Doch bevor es losgeht, möchte ich euch noch von meinen zwei vergangenen Tagen berichten. Um uns Spieler nicht komplett auszupowern, wurde das Tempo der letzten Trainings heruntergeschraubt. So blieb uns die Zeit Freizeitaktivitäten nachzukommen.

Wie ich schon im letzten Blogeintrag erwähnt habe, wollte ich meine Talente abseits des Footballfeldes beim Bowling unter Beweis stellen. Also waren wir am Montag gemeinsam mit dem Team USA in einer Bowling Alley. Diese entpuppte sich zeitgleich als Spielhalle. Sowohl für den dort herrschenden Zustand als auch für das anzutreffende Publikum trifft nur ein Wort den Nagel auf den Kopf: VERRÜCKT!

Egal ob Kleinkinder oder Erwachsene – alle verharren stundenlang vor Automaten und hämmern in deren Tasten, als gäbe es kein Morgen mehr. Das ganze fesselte mich so, dass ich meine Zeit mit dem Studieren der fremden Verhaltensweisen der sogenannten „Gamer“ verbrachte. Am meisten verblüffte mich deren Ausdauer. Trotz mangelnder Körperfitness waren diese doch zu Höchstleistungen fähig. Wobei diese von keiner größeren Bedeutung für die Menschheit sein sollte. Für Bowling blieb dann doch keine Zeit, und während uns noch die „Pizza“ im Magen lag, führte uns der Weg zurück ins Hotel.

Warum „Pizza“ unter Anführungszeichen steht, hat seinen Grund. Widerwillens muss ich noch ein paar Worte über das Essen verlieren, das uns hier täglich aufgetischt wird: Es schmeckt nicht! Mehr ist dazu leider nicht zu sagen. Deshalb hier mein Wunsch. Es mögen mir bitte Kaspressknödel serviert werden, sobald ich in Tirol lande.

Nun sind es nur noch wenige Stunden bis zum Spiel. Ich kann es kaum noch erwarten, endlich aufs Feld gegen unsere Gegner aus den USA zu treten. Wir sind gut vorbereitet und festentschlossen, als Sieger vom Platz zu gehen.

Ich werde euch natürlich im nächsten Eintrag vom Spiel und meinen letzten Tagen in Austin berichten.

Bis dahin liebe Grüße,

euer Andi.

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Do, 02.02.2012  10:45
aktualisiert: Do, 02.02.2012  11:01
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