ÖBB stellen beheizte Räume für Obdachlose zur Verfügung
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Seit Beginn der Kältewelle sind in Europa mindestens 120 Menschen erfroren, die meisten davon Obdachlose.
Foto: Reuters
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Wien – „Bitte ÖBB! Lasst bei dieser Kälte über Nacht die Bahnhöfe offen.“ So lautete eine Forderung auf Facebook, der die ÖBB jetzt Folge leisten: „Aufgrund der extremen Kälte und überfüllter Notschlafstellen für Obdachlose haben die ÖBB eine Sofortinitiative gestartet, um schnelle und unbürokratische Hilfe für Bedürftige zu finden“, hieß es am Freitag in einer Stellungnahme, welche die Bundesbahnen auf ihre Facebook-Präsenz stellten. Man werde entsprechende Möglichkeiten prüfen.
„Die ÖBB haben Sozialhilfeorganisationen, wie etwa Caritas oder Volkshilfe Österreich, eine Liste mit beheizten Räumen in ganz Österreich (Wien, Wr. Neustadt, Linz, St. Pölten, Graz, Salzburg, Innsbruck) für Obdachlose zur Verfügung gestellt. Auf diese können Sozialhilfeorganisationen bei Bedarf zugreifen. Alle Mitarbeiter der ÖBB auf den Bahnhöfen sind angehalten während der Kältewelle notleidende Menschen nicht abzuweisen“, hieß es wenig später.
Der Initiative waren zahlreiche Forderungen, unter anderem über das Social Network Facebook, vorausgegangen, dass die ÖBB auf ihr Hausrecht verzichten und die Bahnhöfe öffnen sollten. So appellierte etwa Margit Picher, geschäftsführende Obfrau des Patchwork-Familien-Service: „Es gibt viele Obdachlose, die nicht in ein Obdachlosenheim gehen, weil viele aufgrund ihrer oft tragischen Lebensgeschichte Einzelgänger sind und lieber den Kältetod in Kauf nehmen, als sich einer Gruppe anzuschließen. Das ist für viele von uns unvorstellbar. Umso wichtiger wäre es die Bahnhöfe zu öffnen.“ (tt.com)
aktualisiert: Fr, 03.02.2012 16:41


