Fernwärme in Salzburg funktioniert wieder
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Der Betreiber Salzburg AG bat seine Kunden, sparsam mit Warmwasser und Wärme umzugehen.
Foto: TT / Thomas Boehm
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Salzburg - In der bisher kältesten Nacht des Jahres legte heute, Samstag, gegen 2.40 Uhr ein Defekt am Schwerölkessel das gesamte Heizkraftwerk Mitte in der Stadt Salzburg lahm. In den Wohnungen und Häusern von rund 40 Prozent der 30.000 Fernwärmekunden fiel die Heizung aus, und es gab kein Warmwasser.
Erst am Nachmittag gab es Entwarnung. Gegen 14 Uhr teilte Salzburg-AG-Sprecher Sigi Kämmerer mit: . "Wir konnten die Versorgung wieder vollständig aufnehmen."
Der Ausfall sei durch einen Schaden am Lager des Hauptgebläses beim Schwerölkessel verursacht worden. Die Salzburg AG spricht von einem Materialschaden, der nichts mit der derzeit herrschenden Kälte zu tun habe. Durch den Ausfall des Kessels gab es eine Störung beim Umformer, die wiederum eine Überenergie bewirkte, die zum Abschalten der Gasturbine im Heizkraftwerk führte, erläuterte Martin Jager von der Salzburg AG den Vorfall.
Beim Wiederstart der ausgefallenen Gasturbine hatte es aufgrund der tiefen Temperaturen Verzögerungen gegeben. Die Gasturbine sei wieder gestartet und arbeite auf voller Leistung, hieß es. Am Schaden beim Schwerölkessel wird weiter gearbeitet, um ihn als Ausfallreserve so schnell wie möglich zur Verfügung zu haben.
Rund 10.000 Salzburger Fernwärmekunden im Bereich von Aigen, Parsch und dem Nonntal hatten bei frostigen Außentemperaturen von minus zehn Grad seit den frühen Morgenstunden keine Heizung und kein Warmwasser. Glück hatten jene Kunden, die im Stadtzentrum, in der Altstadt und im Andräviertel liegen. Dort funktionierte die Versorgung problemlos. Weniger gut ging es Fernwärmekunden in den Randbezirken. Insbesondere in Wohnungen im südlichen Bereich der Alpenstraße, im Nonntal, in Parsch und Aigen gab es keinen Nachschub an Heißwasser über das Fernwärmenetz, die Heizkörper kühlten aus. Die Betroffenen behalfen sich bei frostigen Außentemperaturen von minus 10 Grad mit warmer Kleidung und Zusatzheizgeräten.
Kliniken stellen auf Notversorgung um
In den Salzburger Landeskliniken und im Salzburger Unfallkrankenhaus wurde auf eine Notversorgung mit Wärme umgestellt. „Unsere Patienten merken vom Ausfall derzeit nichts“, sagte Herbert Koutny, Verwaltungsdirektor des UKH, zur APA. Man nütze die vorhandene Restwärme in den Leitungen und habe alles abgedichtet. In den Landeskliniken wurde für die Erzeugung von Heißwasser zum Sterilisieren auf eigene Anlagen umgestellt, bei der Raumwärme gab es keine größeren Probleme, erklärte der technische Leiter der SALK, Christoph Ritzinger.
Bei Baumärkten stieg am Wochenende die Nachfrage nach Zusatzheizgeräten und Radiatoren, einen Ansturm auf die Notversorgung mit Wärme gab es aber nicht, hieß es etwa bei Baumax. (APA)


