Wirtschaft lahmt, Job-Angst steigt
Wien – Die Schuldenkrise hat sich auf das Vertrauen der Menschen ausgewirkt. Nur noch 43 % der Österreicher bewerteten Ende des vergangenen Jahres ihre Berufsaussichten als ausgezeichnet oder gut. Drei Monate zuvor waren es noch weit mehr als die Hälfte (59 %), ergab eine Umfrage das Marktforschungsinstituts Nielsen in 24 Ländern Europas. „Die Angst vor einer Rezession und den geplanten Sparmaßnahmen in vielen Ländern sorgten dafür, dass die Konsumenten ihre Job-Aussichten und auch die persönliche finanzielle Lage deutlich skeptischer einschätzten“, so Nielsen-Marktforscherin Petra Kacnik. Am stärksten sorgen sich die Österreicher um die wirtschaftliche Lage und erst mit einigem Abstand um steigende Wohnnebenkosten. An dritter Stelle folgt die Besorgnis über steigende Lebensmittelpreise.
Die Unsicherheit der Menschen schwächt auch die Nachfrage, sagen Wifo-Wirtschaftsforscher. Die Probleme der Eurozone würden die Wirtschaft zusätzlich belasten. Laut Wifo dürfte die heimische Wirtschaft im ersten Quartal daher nicht wachsen, allerdings seien Anzeichen einer Konjunkturstabilisierung zu erkennen. Im Euroraum würden alle Anzeichen auf eine Stagnation der Wirtschaft hindeuten: sowohl im Schlussquartal 2011 wie auch im ersten Vierteljahr 2012. (TT, APA)


