Roseanne for President?
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Mit ihrem proletarischen Seriencharakter Roseanne Conner hat die politisch aktive Roseanne wenig gemeinsam.
Foto: AP
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Washington - 2008 unterstützte sie Barack Obama in seinem Wahlkampf, nun fordert Roseanne Barr den US-Präsidenten heraus: Über den Kurznachrichtendienst Twitter teilte der Serienstar der Neunziger mit, dass sie alle erforderlichen Unterlagen bei der Zentralen Wahlkommission eingereicht habe, um für die US-Grünen in den Wahlkampf um die Präsidentschaft zu ziehen.
„Die Demokraten und Republikaner vertreten nicht die Interessen der Amerikaner“, begründet die 59-Jährige ihre Kandidatur für die Grünen. Per Tweets schildert Barr, die auch in der Occupy-Wall-Street-Bewegung aktiv ist, ihre Forderungen: Sie will die Macht der Banken einschränken, die Rechte von Lesben und Schwulen stärken, jedem Amerikaner einen Job garantieren und eine Krankenversicherung nach europäischem Vorbild einführen. Zudem soll Marihuana legalisiert und Krieg für illegal erklärt werden. Weiters will sich der Serienstar für ein gesünderes Amerika einsetzen.
Roseanne meint es ernst – auch wenn sie sich freilich keine Chancen auf einen Sieg ausrechnet. Durch ihre Prominenz will sie ihr wichtig erscheinende Themen öffentlich zur Sprache bringen. Sie gehe davon aus, dass die Ärztin Jill Stein im Juli auf dem Parteitag der Grünen zur Kandidatin gekürt werde, erklärt Barr. Bis dorthin will sie im Rennen bleiben „und danach Jill unterstützen“.
Bereits 2010 hatte Barr auf ihrer Website verkündet, gleichzeitig für das Amt der US-Präsidentin und der isralischen Premierministerin kandidieren zu wollen. Im Sommer 2011 bekräftigte sie in der US-Talkshow von Jay Leno ihre Absicht, sich für den Job im Oval Office zu bewerben. Was damals für einen Publicity-Gag gehalten wurde, könnte nun also Wirklichkeit werden. (tt.com)


