10.02.2012, 16:32  Aktualisiert: 10.02.2012, 16:42 
Belgien

Aus totem Pottwal wird Biosprit

Der in Belgien gestrandete Pottwal soll zu Biosprit verarbeitet werden. Er soll genug Energie liefern um 14 Familien ein Jahr lang mit Strom zu versorgen..
Der 25 Tonnen schwere Meeressäuger wurde diese Woche im belgischen Seebad Knokke angespült.
Foto: REUTERS

Knokke - Ein gestrandeter Pottwal wird in Belgien zu Biosprit verwandelt. Der Meeressäuger war diese Woche am Strand des Seebades Knokke-Heist angespült worden und verendet. Ein auf organische Abfälle spezialisierter Energiehersteller im flämischen Ostende verarbeitet das Walfett nun zu Biotreibstoff, berichtet die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Das fast 25 Tonnen schwere Tier besteht zur Hälfte aus Fett. Dies soll erst geschmolzen und gereinigt werden. Danach will die Firma Electrawinds es zu Biokraftstoff raffinieren. Das Unternehmen ist auf die Verwertung von Schlachtabfällen und Tierfäkalien spezialisiert. Der tote Wal soll 50.000 Kilowattstunden Strom liefern - laut Belga genug, um 14 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen.

Den ganzen Donnerstag lang waren Wissenschafter und Zivilschutz damit beschäftigt, das „Teofiel“ getaufte Tier vom Strand zu holen. Wissenschafter der Universität Gent wollen Kiefer, Schädel und Teile vom Rückgrat des Wals untersuchen. Später sollen konservierte Stücke ins Museum wandern. (APA/dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 10.02.2012  16:32
aktualisiert: Fr, 10.02.2012  16:42
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