IKG-Präsident Ariel Muzicant tritt zurück
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Seit 1998 war Muzicant Präsident der Kultusgemeinde.
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT
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Wien – Der Rückzug des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), Ariel Muzicant, ein dreiviertel Jahr vor den Wahlen war bereits seit längerem vorgesehen. „Es ist alles planmäßig“, sagte Muzicant, der am Sonntag seinen 60. Geburtstag feierte, am Dienstag gegenüber der APA. Der Termin für die IKG-Wahl ist zwar noch nicht fix, voraussichtlich werde aber rund um den 20. November gewählt, meinte IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer.
Aussichtsreichster Kandidat ist der jetzige IKG-Vizepräsident Oskar Deutsch, der die Gemeinde nach Muzicants Rückzug kommende Woche interimistisch führen wird. Deutsch ist Geschäftsführer der „Alvorada Kaffeehandelsges.m.b.H“ und gehört wie Muzicant der Liste „Atid“ (hebräisch: Zukunft) an. Konkurrenz wird es wie alle fünf Jahre voraussichtlich trotzdem genügend geben. 2007 kandidierten insgesamt acht Listen, für dieses Jahr kündigte zudem der bekannte Psychoanalytiker und Consulter Martin Engelberg eine Gegenkandidatur mit seiner Wahlgruppe „Jüdisches Leben“ an.
Wahlberechtigt bei den Vorstandswahlen ist jedes Gemeindemitglied, das über 18 Jahre alt ist. Den Präsidenten wählt dann der Vorstand aus den eigenen Reihen. Die Wahl wird geheim durchgeführt, der Vorsitz durch die absolute Mehrheit bestimmt. Um IKG-Präsident zu werden, sind daher mindestens 13 Stimmen nötig. Gewählt werden auch zwei Vizepräsidenten, die jeweils für eine zweieinhalbjährige Funktionsdauer bestellt sind. (APA)
aktualisiert: Di, 14.02.2012 14:59


