Signale für israelischen Angriff auf Iran verdichten sich
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Bei einem Angriff Israels könnte Teheran zu einem heftigen Gegenschlag ausholen und überall in der Welt Terroranschläge veranlassen.
Foto: EPA
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Hamburg/Wien – Nach Ansicht des deutschen Magazins „Spiegel Online“ verdichten sich derzeit die Signale, dass Israel im Alleingang einen Angriff auf den Iran wagen könnte. „Dieses Mal scheinen es die Israelis wirklich ernst zu meinen“, sagte ein europäischer Diplomat dem Magazin „The Atlantic“.
Im Westen grassiert die Furcht vor den Folgen eines israelischen Angriffs auf iranische Nuklearanlagen. Teheran könnte zu einem heftigen Gegenschlag ausholen, überall in der Welt Terroranschläge veranlassen, die Hisbollah auf Israel hetzen und am Ende den ganzen Nahen Osten in Brand setzen. Allerdings könnte Israel das für einen akzeptablen Preis halten, wie eine wachsende Zahl von Beobachtern glaube, schreibt der „Spiegel-Online“-Autor Markus Becker.
Die potenzielle Folge eines israelischen Militärschlags - ein Flächenbrand im Nahen Osten mit vielen Toten und verheerenden wirtschaftlichen Folgen - werde oft als bester Grund gegen eine solche Aktion Israels genannt. Doch inzwischen glaubten immer mehr Beobachter, dass dies ein Trugschluss sein könnte.
Eine Eskalation liege sogar im Interesse der Israelis. Sie hätten dann einen Grund, nicht nur die Atomanlagen des Iran, sondern auch seine Industrie, seine Energieversorgung und seine Kommunikationsnetze anzugreifen. Wenn der Iran obendrein noch seine Drohung wahr machte, die Öllieferungen durch die Straße von Hormuz zu unterbinden, würde das auch noch die USA in den Krieg zwingen.
Zudem habe der Iran nur begrenzte Optionen für einen Gegenschlag, schrieb der US-Nuklearsicherheitsexperte Matthew Kroenig im US-Magazin „Foreign Affairs“. Die Hisbollah und die Hamas, die Israel theoretisch angreifen könnten, hätten derzeit kaum Interesse an einem erneuten Krieg mit Israel, zumal ihnen Syrien als Basis gerade wegzubrechen drohe. Auch die ballistischen Raketen der Iran und seine Marine seien keine besonders großen Bedrohungen für die US-Streitkräfte. Kroenig, der bis Juli 2011 Sonderberater des damaligen US-Verteidigungsministers Robert Gates war, hält einen Angriff auf den Iran deshalb für „das kleinste aller Übel“. (APA)
aktualisiert: Mi, 15.02.2012 13:52


