„Fall für U-Ausschuss“ - Switak erneut im Visier der Opposition
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Der Grüne Abgeordnete Gebi Mair kündigte an, bei Peter Pilz zu intervenieren, damit dieser Switak in den U-Ausschuss lädt.
Foto: TT / Thomas Boehm
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Innsbruck - Nachdem Finanzlandesrat Christian Switak Jagdeinladungen durch die Telekom zugegeben hat, gerät er neuerlich ins Visier der Opposition.
„Switak ist ein Fall für den Korruptions-Untersuchungsausschuss“, erklärte der Grüne LAbg. Gebi Mair am Dienstag in einer Aussendung. Er kritisierte, dass Switak geschenkte Abschüsse des Liftunternehmers Schultz als „wertlos“ bezeichnet hat. Dabei koste eine sogenannte „Einser-Gams“ etwa in der Tiroler Landesjagd an die 2000 Euro. „Wenn 2000 Euro Geschenk von Schultz wertlos sind, wie teuer waren dann die Geschenke von der Telekom? Diese bezeichnet ja nicht einmal mehr Switak als wertlos“, meinte Mair.
Mair erwartete, dass Switak angesichts „seiner Verstrickungen“ vor den Korruptions-Untersuchungsausschuss des Nationalrates geladen werde. Er werde dafür beim Grünen Fraktionsführer Peter Pilz intervenieren, kündigte der Landespolitiker an.
Dinkhauser „entsetzt“
Bürgerforum-Chef Fritz Dinkhauser fordert Landeshauptmann Günther Platter dazu auf, endlich Konsequenzen zu ziehen. Er sei „entsetzt“ über die „mehrfache Geschenkannahme durch ÖVP-Politiker Switak“.
„Der nächste Korruptionssumpf tut sich auf und Christian Switak steckt mittendrin. Das schlägt dem Fass den Boden aus.“ Switak zeige wieder keinerlei Einsicht, heißt es in der Aussendung des Bürgerforums.
Switak habe sich zu Jagdausflügen samt Gratis-Abschüssen vor seiner Amtszeit als Landesrat einladen und sich eine viel zu billige Wohnung vom „Liftkaiser“ während seiner Amtszeit als Landesrat vermieten lassen. Ein solcher Landesrat ist für Dinkhauser untragbar, zumal die Frage sei, was die Tiroler alles noch nicht wüssten.
FPÖ fordert Bekanntgabe von Gegenleistung
FP-Landesparteiobmann Gerald Hauser fordert unterdessen von Switak die Bekanntgabe einer Gegenleistung für die Jagdeinladungen. „Eingeladen wird man nur, wenn man eine Gegenleistung oder Vorteile für den Einladenden erwartet“, meinte er. Switak solle sagen, ob es „eine Gegenleistung gab und worin diese allenfalls bestanden hat.“
Bevorteilungen, Geld- oder Sachwerte wie Jagdeinladungen müssten offen gelegt, Nahverhältnisse restlos aufgeklärt werden, verlangte der FP-Chef. Andernfalls sei das Maß „für uns“ voll. „Für den Herrn Landesrat Switak ist der Zeitpunkt da, von sich aus an Rücktritt zu denken“, erklärte Hauser. (TT.com, APA)
aktualisiert: Di, 21.02.2012 13:14

