Zigarette dürfte 59-Jährige getötet haben
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In der Wohnung oberhalb der Glasveranda entstand der Brand, für die Frau gab es keine Hilfe mehr. Fotos: Brunner
Foto: brunner
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Von Catharina Oblasser
Prägraten a. G. – Jede Hilfe kam für die Frühpensionistin zu spät: Als gestern Mittwoch gegen Mittag die Nachbarn Rauch in der Wohnung der 59-Jährigen bemerkten, schlugen sie sofort Alarm. Die Feuerwehr Prägraten verschaffte sich mit schwerem Atemschutz und einer Wärmebildkamera Zutritt zur Wohnung im Obergeschoß, doch die Männer fanden die Frau bereits leblos bei ihrem Sofa vor. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.
Der Brand war rasch gelöscht, die fünf anderen Hausparteien kehrten kurz danach wieder in ihre Wohnungen zurück. Das Wohnhaus, das der Gemeinde gehört, ist laut Bürgermeister Anton Steiner zentral beheizt. Ob die Frau selbst einen Ofen in Betrieb hatte, ist unklar. Das Drama muss innerhalb kurzer Zeit passiert sein, meint Steiner: „Am Vormittag besuchte eine Mitarbeiterin des Sozialsprengels die Frau, eine Stunde vor dem Unglück war noch eine ihrer Schwestern auf Besuch in der Wohnung.“ Die Prägratnerin lebte allein und war laut Steiner lungenkrank.
Eine Obduktion ist nach den Angaben der Polizei Matrei nicht angeordnet worden. Am Nachmittag trafen die Brandermittler aus Innsbruck zu näheren Erhebungen in Prägraten ein. Laut ihren Angaben liegt kein Fremdverschulden vor, erklärt Jakob Wibmer von der Polizeiinspektion Matrei.
Am späten Abend gab die Exekutive dann die mögliche Ursache für die Entstehung des Brandes in Prägraten an: Demnach könne mit großer Wahrscheinlichkeit von einer brennenden Zigarette ausgegangen werden, die im Wohnzimmer der Frau einen stark schwelenden Glimmbrand entfacht hatte.
aktualisiert: Mi, 22.02.2012 21:55


