Diskussion um Prinz Friso als Organspender
Innsbruck – Wann und wohin Prinz Friso die Innsbrucker Klinik Richtung Rehabilitation verlassen wird, bleibt offen: „Von unserer Seite wurde alles gesagt“, ließ Tilak-Sprecher Johannes Schwamberger am Samstag wissen. Nachdem öffentlich wurde, dass der holländische Prinz Friso wahrscheinlich aus dem Koma nie mehr erwacht, sind nun sogar Diskussionen im Internet entbrannt. Während die Königsfamilie bekannt gab, eine geeignete Rehaklinik in der Heimat oder in London zu suchen, wird auf der für ihre provokanten Inhalte bekannten Website Geenstijl.nl diskutiert, ob Friso als Organspender in Frage kommen könnte („Prins Friso beschikbaar voor orgaandonatie?“). Frisos Frau Mabel, die einen Spenderausweis besitzt, hatte noch am 16. Februar auf Twitter für Organspenden geworben. Organspenden sind ein großes Thema in Holland, weil die aktive Sterbehilfe erlaubt ist. Im Alter von neun Jahren verlor Mabel übrigens selbst ihren Vater beim Eislaufen. Er brach vor ihren Augen ins Eis ein.
Der Vorarlberger Skiort Lech gab indes bekannt, auch nach dem Lawinenunglück von Friso weiter intensiv Werbung für Tiefschnee- und Variantenskifahren zu machen. Tourismusdirektor Hermann Fercher erklärte gegenüber dem ORF, dass es nicht gehe, „einen ganzen Berg zu sperren. Da müsste man auch Tourengehen verbieten und vieles andere mehr. Wir stehen dazu, dass wir ein Tiefschnee- und Off-pist-Eldorado sind.“ Genau deswegen „legen wir sehr viel Wert darauf, den Leuten zugleich mit diesem Angebot zu suggerieren: Bitte, rüstet euch gut aus!“ (APA, wa, lipi)


Startschuss für neuen Landtag
