03.03.2012, 10:54  Aktualisiert: 03.03.2012, 11:12 
Österreich

Sparpaket: Regierung einigte sich auf letzte Details

Die ÖVAG-Rettung wird durch Bankenabgabe und Besteuerung der Pensionskassen gegenfinanziert.
Am Dienstag soll das Sparpaket endgültig den Ministerrat passieren.
Foto: dapd

Wien - Die Regierung hat sich auf die letzten Details des Sparpakets geeinigt. In einer letzten Verhandlungsrunde, die bis Freitagnacht andauerte, fixierte die sechsköpfige „Koordinierungsrunde“ von SPÖ und ÖVP die letzten offenen Punkte der 27 Mrd. Euro schweren Konsolidierungsmaßnahmen. Eine Einigung konnte auch bei der Gegenfinanzierung der ÖVAG-Rettung erzielt werden, bestätigte ein Sprecher von Finanzministerin Maria Fekter (V) der APA am Samstag.

Die in das Paket eingearbeitete Gegenfinanzierung für die ÖAVG-Rettung erhöht das Budgetdefizit 2012 um mindestens 700 Mio. Euro. 125 Mio. Euro werden nun durch die Bankenabgabe lukriert, wurde laut Ministerium vereinbart. Der weit größere Anteil von 900 Mio. Euro soll durch eine Änderung der Besteuerung der Pensionskassen finanziert werden. Zudem sei mit den Bundesländern vereinbart worden, dass etwa Einnahmen durch die Bankenabgabe ausschließlich dem Bund zugutekommen.

Am Dienstag soll das Sparpaket nun endgültig den Ministerrat passieren. Dieses wird - wie von Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Werner Faymann (S) vereinbart - in zwei Tranchen geteilt. Besonders dringende Steuermaßnahmen sollen am 1. April in Kraft treten, der größere Teil dann zeitgerecht mit 1. Mai. (APA)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sa, 03.03.2012  10:54
aktualisiert: Sa, 03.03.2012  11:12
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