Weiterer Atom-Versuch in iranischer Anlage vermutet
![]() Foto: AFP
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Eine iranische Militäranlage soll nach Angaben von Geheimdiensten eine größere Rolle bei der Entwicklung einer Nuklearwaffe gespielt haben als bisher bekannt. In Parchin südöstlich von Teheran sei in der Vergangenheit ein Bauteil für die Zündung eines Atomsprengkopfes getestet worden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ am Samstag. Bisher war aus Berichten der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO/IAEA) bekannt, dass in der Anlage auch Experimente mit anderen wichtigen Bauteilen simuliert worden sein könnten. Deshalb dringt die IAEO darauf, dort Inspektionen durchführen zu dürfen.
Die Atombehörde in Wien hatte auch berichtet, dass möglicherweise Zündkomponenten getestet wurden, und berief sich auf Informationen aus einem ungenannten Staat. Allerdings nannte sie keinen Ort für die Experimente. Ein IAEO-Sprecher wollte dazu am Samstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nicht Stellung nehmen.
Bei den neuen Atomgesprächen in Istanbul würden die USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Russland und China darauf dringen, dass der Iran endlich seine mutmaßlichen Atomwaffenprojekte offenlege, sagten Diplomaten der dpa diese Woche. Teheran hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und sagt, dass westliche Geheimdienstinformationen gefälscht seien.
aktualisiert: Sa, 14.04.2012 12:20


