20.06.2012, 22:43  Aktualisiert: 21.06.2012, 20:27 
Tirol

LH Platter rettete Zammer Pensionistin vermutlich das Leben

Dem raschen Einsatz von Günther Platter hat eine Frau aus Zams vermutlich ihr Leben zu verdanken. Der Landeshauptmann brachte sie aus ihrer stark verrauchten Küche in Sicherheit.
Aus diesem Haus rettete Platter die Pensionistin. Die Frau wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Zams eingeliefert.
Foto: Thurner/FF Zams
     

Von Helmut Wenzel

Zams - „Mit großer Wahrscheinlichkeit hat der Landeshauptmann einer Pensionistin bei einem Brand das Leben gerettet. Er hat sie aus der völlig verrauchten Küche ins Freie gezogen.“ So schilderte der Zammer Feuerwehrkommandant Heinz Haim die dramatischen Augenblicke, die sich am Mittwoch in einem alten Bauernhaus in Zams/Oberdorf abspielten.

Die Pensionistin hatte im Küchenherd ein Feuer gemacht. Offenbar gab es jedoch Probleme mit dem Kamin. Der Rauch wurde aus dem Herd in die Küche gedrückt, die Pensionistin war nicht mehr in der Lage, das Haus zu verlassen.

Landeshauptmann Günther Platter war mit Gattin Silvia zufällig in der Nähe des Hauses zu Fuß unterwegs, als er die Rauchschwaden sah. Sofort drang er durch die Haustüre in das verrauchte Erdgeschoß und in die Küche ein. Dort bemerkte er die Pensionistin, brachte sie ins Freie und verständigte die Rettungskräfte. „Wir sind kurze Zeit später eingetroffen. Die Rauchentwicklung war so stark, dass wir nur noch mit schwerem Atemschutz eindringen und den Brand löschen konnten“, schilderte Feuerwehrkommandant Haim. Die Pensionistin, die vermutlich eine Rauchgasvergiftung erlitten hatte, wurde mit der Rettung ins Zammer Krankenhaus St. Vinzenz gebracht.

„Ich habe nur das getan, was auch jeder andere in solch einer Situation tut: nämlich einem Menschen in einer Notsituation zu helfen“, sagte Platter gegenüber der TT. Er hat der Frau am Donnerstag einen Besuch im Krankenhaus abgestattet. „Es geht ihr gut, zum Glück ist alles gut ausgegangen“, freute sich Platter.

Die Pensionistin habe Glück im Unglück gehabt, sagt auch Primar Ewald Wöll. Während des 24-stündigen Aufenthalts im Krankenhaus sei die Patientin „in einem stabilen Zustand“ gewesen. Die Betroffene selbst befand sich am Donnerstag zur Mittagszeit bereits zu Hause. „Mir geht es wieder gut“, sagte die Frau. (TT)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mi, 20.06.2012  22:43
aktualisiert: Do, 21.06.2012  20:27
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