Acht Kühe auf Weide in der Wildschönau von Blitz getötet
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Gegen die Urgewalt der Natur hatten die acht Kühe keine Chance. Ein Hubschrauber flog ihre Kadaver ins Tal.
Foto: Silberberger
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Von Katharina Zierl
Wildschönau – „Der Anblick war ein Schock“, sagt Markus Haas. Der Senner und Hüttenwirt fand am Donnerstag acht tote Rinder im Bereich der Norderbergalm unterhalb des Rosskopfs vor. Es habe ein heftiges Gewitter gegeben, erzählt Haas: „Als es immer noch stärker wurde, bin ich unruhig geworden. Ich wollte nachschauen, ob es den Tieren gut geht.“ Er habe sich von seiner Hütte auf den Weg nach oben gemacht.
Dann gegen fünf Uhr der erschütternde Anblick: „Es ist tragisch. Da schaut man, dass alles passt und nichts passiert – und dann das! Dagegen ist man machtlos“, sagt Haas. Das Bild, das sich dem Senner auf rund 1600 Metern Höhe bot, werde er nie mehr vergessen. Die toten Tiere mussten mit einem Hubschrauber ins Tal gebracht werden.
Dass es heftige Gewitter gibt, sei nichts Neues, sagt Haas. „Aber dass es so nahe ist, ist wirklich nicht alltäglich“, schildert der Senner. Sieben Rinder, auch Jungvieh, seien in unmittelbarer Nähe der Alm gelegen. „Und ein Tier rund 500 Meter entfernt“, erzählt der Wildschönauer. „Einen Blitz kann eben keiner aufhalten“, erklärt Haas. „Es ist wirklich schlimm, wenn man bedenkt, was ein Blitzschlag anrichten kann. Wären Menschen vor Ort gewesen, hätte das auch für sie fatale Folgen gehabt“, sagt der Senner.
Glück im Unglück hatte der Rinderbesamer Josef Hofer. Auch er kam in Auffach in das heftige Gewitter. Er wollte gerade die Türen eines Stalls auf einer Alm schließen, als plötzlich ein Blitz in unmittelbarer Nähe einschlug. „Das war brutal, es hat mich am ganzen Körper durchgerüttelt. Und nachher war ich einige Zeit noch richtig benommen“, sagt Hofer. Der Blitz habe in ein an der Wand hängendes Elektrogerät eingeschlagen. „Eine Kuh hat es nach hinten geschleudert, sie hat es aber überstanden.“
Von einem Gewitter überrascht wurden am Donnerstagnachmittag auch ein Deutscher und seine Begleiterin auf der Innsbrucker Nordkette. Der Mann wurde im Bereich des linken Armes von einem Blitz getroffen. Trotz leichter Herzkreislaufprobleme konnte er den Weg zur Station noch selbst zurücklegen. Er wurde zur Untersuchung in die Klinik gebracht.
aktualisiert: Sa, 21.07.2012 07:05


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