Österreichs erstes „Retortenbaby“ wird 30
Das erste österreichische IVF-Baby wird 30: Am 5. August 1982 war die Geburt von Zlatan Jovanovic an der Wiener Universitäts-Frauenklinik eine Sensation. Mittlerweile sind weltweit bereits rund fünf Millionen Kinder nach In-vitro-Fertilisierung auf die Welt gekommen. Ehemals waren an der Klinik im AKH mehrere junge Gynäkologen beteiligt, unter ihnen Wilfried Feichtinger und Peter Kemeter.
Die Vorarbeiten stammten aus Großbritannien. Bereits in den 1950er Jahren hatte der britische Embryologe Robert G. Edwards - er wurde 2010 mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet - die Vision, dass eine In-Vitro-Fertilisierung hilfreich bei der Behandlung der Infertilität sein könnte. Er arbeitete schließlich mit dem Gynäkologen Patrick Steptoe zusammen. Am 25. Juli 1978 erblickte in Großbritannien mit Louisa Brown das erste „Retortenbaby“ das Licht der Welt. Am 5. August 1982 war es mit Zlatan Jovanovic aus Wien in Österreich soweit. Die Alpenrepublik war damit weltweit nach England, Australien und den USA, Frankreich und Deutschland das sechste Land, in dem ein Baby nach einer In-vitro-Fertilisation auf die Welt kam.
aktualisiert: So, 05.08.2012 07:25


