EPO-Sünder beim Gehen: Schwazer tappte in die Doping-Falle
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Vor vier Jahren in Peking konnte Alex Schwazer sein Glück nicht fassen. Foto: gepa/Panorarnic Michel
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Wien – Bevor Alex Schwazer überhaupt seine Füße auf englischen Boden setzen konnte, war das Abenteuer Olympia für den Geher aus Südtirol schon wieder vorbei.
Schwazer, 2008 in Peking Olympiasieger über 50 Kilometer Gehen, wurde nach einem positiven Dopingtest auf das Blutdopingmittel EPO von den Spielen in London ausgeschlossen. „Ich bedaure das. Es war ein furchtbarer Fehler“, sagte Schwazer der italienischen Nachrichtenagentur ANSA und gab im selben Atemzug seinen Rücktritt bekannt. „Mein Leben als Sportler ist seit heute zu Ende.“ Am morgigen Donnerstag wäre Schwazer eigentlich in den Flieger gen London gestiegen.
Der Mann aus Kals (auch ein Streckenabschnitt des Ötztaler Radmarathons führt durch die Südtiroler Gemeinde am Jaufenpass) hatte in London auf den 20-Kilometer-Wettbewerb am vergangenen Samstag verzichtet, um sich ganz auf die 50 Kilometer am 11. August zu konzentrieren. Der 27-Jährige platzierte sich auch zweimal als WM-Dritter auf der längsten olympischen Leichtathletik-Distanz. Er wurde am 30. Juli bei einer vorolympischen Doping-Kontrolle in Oberstdorf, wo auch seine Freundin Eiskunstlauf-Weltmeisterin Caroline Kostner im örtlichen Leistungszentrum trainiert, positiv getestet. Unterdessen wurde als erster Athlet nach einer Wettkampfkontrolle bei den London-Spielen der US-Judoka Nicholas Delpopolo des Dopings überführt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, wurden im Urin des Olympia-Siebenten in der 73-Kilogramm-Klasse Spuren von Cannabis gefunden. Delpopolo wurde disqualifiziert und von den London-Spielen ausgeschlossen.
Schwazer und Delpopolo sind bereits die Doping-Fälle sieben und acht in London. Positiv getestet worden waren zuvor der 400-Meter-Läufer Diego Echevarria (Kolumbien), die Ruderin Kissya Cataldo (Brasilien), die Bahnradsportlerin Wiktoria Baranowa (Russland), die Turnerin Luisa Galiulina (Usbekistan), der Gewichtheber Hysen Pulaku (Albanien) und die Sprinterin Tameka Williams (St. Kitts und Nevis). (TT, APA)

