Postler sollen Lehrer entlasten
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Bisher sind rund 600 Post- und Telekommitarbeiter in andere Beamtenjobs gewechselt.
Foto: TT / Thomas Böhm
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Wien - Lehrer sollen im Zuge des neuen Dienstrechts von administrativen Aufgaben entlastet werden, darin sind sich Regierung und Lehrergewerkschaft einig. Völlig unklar ist, wie viele Personen dabei eingesetzt werden könnten - laut Gewerkschaft wären 13.500 nötig, um den OECD-Schnitt zu erreichen. Zumindest steht allerdings fest, woher das Personal kommen könnte: Mitarbeiter staatsnaher Betriebe wie Post oder A1 sollen in die Schulverwaltung wechseln, wie die Gratiszeitung „Heute“ (Mittwochausgabe) berichtet. Unterrichts-und Beamtenministerium bestätigten entsprechende Überlegungen gegenüber der APA.
Bei A1 soll es laut dem Bericht bis zu hundert Wechselwillige geben. Vorstellbar wäre etwa die Versetzung von IT-Fachleuten, um EDV-Systeme an Schulen zu betreuen. Bis Ende 2011 seien bereits 264 der 9.300 A1-Mitarbeiter zu Polizei, Justiz oder Finanz gewechselt. Von der Post haben sich bisher 331 Mitarbeiter versetzen lassen, hunderte Postler könnten zum Wechsel in Schulen bereit sein.
„Wir würden gerne möglichst viele nehmen, aber das muss auch finanziert werden“, heißt es im Büro von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S). „Das Finanzministerium muss sagen, ob es ihm das wert ist oder nicht.“ Dort will man keinen Kommentar abgeben. Wie viele Mitarbeiter staatsnaher Betriebe künftig an Schulen arbeiten könnten, hängt laut Unterrichtsministerium vom Verlauf der Lehrerdienstrechtsverhandlungen ab - konkret davon, wie viel Geld am Ende übrigbleibt, um solches Unterstützungspersonal zu finanzieren. Am 21. August finde ein Informationsgespräch mit Telekom und Post auf Beamtenebene statt.
Aus dem Büro von Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) heißt es, sie forciere grundsätzlich Mobilitätsprojekte. In einer aktuellen Anfragebeantwortung erklärt sie, dass es sich bei der Überlegung, Post- und Telekom-Beamte in der Schulverwaltung einzusetzen, um eine weitere Idee zu den bereits laufenden Projekten handelt. Konkrete Überlegungen dazu liegen derzeit aber nicht vor.
Laut Beamtenressort haben im Rahmen der Mobilitätsprojekte bisher rund 600 Mitarbeiter gewechselt. So gingen etwa Post- und Telekom-Bedienstete in das Innenministerium, in das Finanz- sowie das Justizministerium. Eingesetzt werden sie dort etwa zur Entlastung der Polizisten bei Verwaltungstätigkeiten oder als Assistenzpersonal in der Justiz. (APA)
aktualisiert: Mi, 08.08.2012 13:10


