Forum Alpbach startet in die 68. Auflage
Programm
Das Programm startet morgen, 16. August, getreu dem Jugendmotto, in der Volksschule. Beim Sommerschulkurs für Europäische Integration handelt es sich um eine in Österreich konkurrenzlose Weiterbildungsveranstaltung in Europarecht.
Tiroltag: Erstmals wird der Tiroltag von der gesamten Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ausgerichtet. Am Samstag und Sonntag gibt es ein buntes Programm von der Bergwanderung bis hin zur offiziellen Eröffnung.
Volles Programm: Bis zum 1. September gibt es 132 Vorträge, 42 Arbeitskreise, 16 Seminare, diverse Konzerte, Ausstellungen und Empfange. Insgesamt sind 677 Vortragende beim Forum engagiert.
Alle Informationen finden Sie auch im Internet unter www.alpbach.org.
Von Marco Witting
Alpbach – Erwartungen – die Zukunft der Jungen. Das Generalthema des diesjährigen Forum Alpbach steht fest und soll vor allem den jüngeren Teilnehmern größere Entfaltungsmöglichkeiten geben. Neu bei der 68. Auflage ist der Präsident, Franz Fischler. Altbekannt ist die hohe Dichte an klugen Köpfen und die Wertschöpfung für eine ganze Region.
Bereits morgen beginnt der bunte Reigen an Veranstaltungen. Los geht es, ganz nach dem Jugendthema, mit dem Sommerschulkurs für Europäische Integration. Bis zur Abschlussveranstaltung am 1. September folgt eine Vielzahl von Diskussionsrunden, Seminaren und öffentlichen Foren. Und auch wenn im Bergdorf selbst wohl nicht alle immer wissen, was hinter den Mauern des Congress Centrums gesprochen wird. Eines weiß man gewiss. Das Forum und Alpbach gehören zusammen – „so wie Bruder und Schwester“, wie es der Geschäftsführer der Tourismusregion Alpbachtal Seenland, Markus Kofler, ausdrückt.
Das belegen auch eindrucksvoll die Zahlen: Insgesamt geht man von 17.000 Nächtigungen aus. Davon fallen rund 8500 auf Stipendiaten und alleine über 6200 auf Teilnehmer. Den Rest komplettieren Referenten und Veranstalter. Das generiert Umsatz: Der TVB geht von über 2,5 Millionen Euro aus.
„Die Region profitiert sehr vom Imagegewinn und der Wertschöpfung. Das Forum wiederum profitiert vom einzigartigen Ambiente des schönsten Dorfes Österreichs und die Teilnehmer fühlen sich bei uns sehr sicher und auch sehr wohl“, macht Kofler naturgemäß Werbung für das Tourismusgebiet.
Einer der Höhepunkte im Festprogramm ist stets der Tiroltag. Am kommenden Samstag und Sonntag wird dieser erstmals von der gesamten Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ausgerichtet.
Der Samstag steht dann im Zeichen der Jungforscher aus der Europaregion, die sich für den neu gestifteten „Jungforscher-Preis“ bewerben können. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert
Der Sonntag beginnt mit einer Bergtour. Bergsteigerlegende Peter Habeler führt dabei auf den Gratlspitz, den Alpbacher Hausberg. Nach einem Gottesdienst eröffnen die Landeshauptleute Günther Platter (Tirol), Luis Durnwalder (Südtirol) und Lorenzo Dellai (Trentino) sowie Fischler und der Alpbacher Bürgermeister Markus Bischofer offiziell den diesjährigen Tiroltag. An der traditionellen Eröffnung des Europäischen Forums Alpbach können alle Interessierten teilnehmen.
Im wissenschaftlichen Teil soll die Zukunft des Sports im alpinen Raum in rechtlicher, gesundheitlicher, wirtschaftlicher und naturräumlicher Hinsicht präsentiert und die politischen Implikationen diskutiert werden.
Insgesamt werden rund 4000 Teilnehmer aus 60 Ländern erwartet. Für Fischler, der heuer die Präsidentschaft des Europäischen Forums Alpbach von Erhard Busek übernommen hat, bietet das gesamte Europäische Forum Alpbach „eine einzigartige Möglichkeit, offen und in einer intellektuell spannenden Art über gesellschaftspolitische Fragen nachzudenken“. Am 26. August eröffnen Bundespräsident Fischer und sein kroatischer Amtskollege Josipovic die Alpbacher Politischen Gespräche. Hochranging besetzt sind unter anderem auch die Wirtschaftsgespräche. Hier wird etwa Kommissionspräsident Baroso erwartet.


