UEFA verhängte gegen Rapid 75.000 Euro Geldstrafe und „Geisterspiel“
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Die Rapid-Fans legten sich in Griechenland mit der Polizei und PAOK-Anhängern an.
Foto: EPA
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Nyon/Schweiz – Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat nach den Ausschreitungen beim Europa-League-Play-off-Hinspiel zwischen PAOK Saloniki und SK Rapid Wien (2:1) hart durchgegriffen. Die Hütteldorfer müssen wegen der Vorfälle am vergangenen Donnerstagabend ein Europacup-Heimspiel ohne Zuschauer bestreiten und wurden zusätzlich zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro verdonnert. Für die Griechen setzte es sogar drei „Geisterspiele“ und 150.000 Euro Geldstrafe. Beiden Clubs wurde sogar ein Europacup-Ausschluss angedroht, sollte es erneut zu Ausschreitungen in einem internationalen UEFA-Bewerbsspiel kommen.
Damit verhängte die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA die vom Chefankläger Jean Samuel Lauba in dieser Causa geforderten Höchststrafen. Sowohl Rapid als auch PAOK kündigten aber bereits Einspruch gegen die erstinstanzlichen Urteile an.
In einer ersten Stellungnahme hat sich Rapid-Präsident Rudolf Edlinger über das harte Urteil der UEFA beschwert. „Da die Verfehlungen eines kleinen Teils unserer Anhänger in einem Auswärtsspiel und nicht in einer Begegnung vor eigenem Publikum passierten, ist für uns die Verhältnismäßigkeit der ausgesprochenen Sanktionen nicht gegeben“, sagte der 72-Jährige in einer Club-Aussendung und bestätigte noch einmal, dass Rapid Einspruch einlegen werde.
Wirklich überrascht wurde Edlinger vom Ausmaß der Strafe offenbar nicht. „So schwer auch die Rahmenbedingungen unserer Anhänger rund um das Spiel in Thessaloniki waren, war klar, dass uns von der UEFA harte Strafen für das Abfeuern der gefährlichen Pyrotechnik erwarten. Dies ist im Regulativ klar angeführt und dem unterliegen wir selbstverständlich.“
Über weitere Konsequenzen wollte Edlinger keine Auskunft geben. „Es stehen vereinsintern am Dienstagnachmittag und Mittwochvormittag noch einige Meetings auf der Tagesordnung, und es wäre unseriös und nicht zweckgemäß, jetzt überstürzte Antworten auf verschiedene Fragen zu geben.“
Edlinger wird sich erst im Rahmen einer Pressekonferenz am Mittwoch detailliert zu den Folgen des Urteils äußern. Dass der wirtschaftliche Schaden groß ist, stellte der ehemalige Finanzminister aber nicht infrage. „Ein Geisterspiel - zum Beispiel in der Gruppenphase der Europa League - bringt definitiv große finanzielle Einbußen.“
Sollte Rapid am Donnerstag das 1:2 vom Hinspiel gegen PAOK Saloniki noch umdrehen, in die Gruppenphase aufsteigen und dort ein Match ohne Zuschauer bestreiten müssen, würde den Hütteldorfern wohl über eine Million Euro entgehen. (APA)
aktualisiert: Di, 28.08.2012 20:14


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