Stronach-Partei tritt in Kärnten an – Offenbar vierter Mandatar
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Der von der SPÖ übergelaufene Gerhard Köfer (re.) soll für die Stronach-Partei als Spitzenkandidat ins Rennen.
Foto: APA/GERT EGGENBERGER
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Klagenfurt – Die vom Milliardär Frank Stronach in Gründung befindliche Partei wird bei der kommenden Landtagswahl in Kärnten antreten. Das wurde am Montagabend bei einem „Arbeitsmeeting“ am Hafnersee in der Gemeinde Keutschach beschlossen und am Dienstag via Aussendung bekanntgegeben. Spitzenkandidat wird der Ex-SPÖ-Abgeordnete und Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer.
„Ich habe mit maximal 50 Personen gerechnet, gekommen sind dann um die 100“, sagte Köfer. Die Diskussion über ein mögliches Antreten bei der Landtagswahl habe dann rasch ein einstimmiges Ja ergeben, ebenso die Frage, ob er als Spitzenkandidat fungieren solle.
„Team Stronach für Kärnten“
Man trete als „Team Stronach für Kärnten“ auf, die offizielle Bekanntgabe des Parteinamens werde im September erfolgen. „Ob wir dann noch eine Zusatzbezeichnung hinzufügen, steht noch nicht fest“, erklärte Köfer. Momentan seien Teams in den Bezirksstädten in Gründung, „wir müssen jetzt eine Infrastruktur aufbauen“.
Sicher sei, dass das Team Stronach auf Untergriffe verzichten werde und keine Schmutzkübel über die Mitbewerber leeren werde. „Wenn man uns attackiert, dann werden wir uns natürlich zur Wehr setzen“, fügte Köfer hinzu.
Noch im September ist eine Gründungsversammlung der neuen Bewegung geplant. Ein Antreten bei der Landtagswahl würde sich laut Köfer auch bei einem Wahltermin im November noch ausgehen, mit dem Sammeln von Unterstützungserklärungen, 100 je Wahlkreis sind nötig, werde demnächst begonnen. „Wir sind für jeden Wahltermin gerüstet.“
Laut Lugar vierter Mandatar an Bord
Stronach hat es unterdessen offenbar geschafft, einen weiteren Nationalratsabgeordnete an Bord zu holen. Die bisherige BZÖ-Abgeordnete Elisabeth Kaufmann-Bruckberger wird wohl ins Lager des Milliardärs wechseln. Der „Standard“ berichtet in seiner Online-Ausgabe, die orange Politikerin soll „Gerüchten zufolge“ zur Partei des Austro-Kanadiers gehen. Damit wären bisher vier aktive Abgeordnete zu Stronach gewechselt. Die offizielle Präsentation des Neuzuganges ist für Mittwochvormittag geplant.
Ex-BZÖ-Mandatar Robert Lugar, der unlängst zu Stronach gewechselt war, hatte am Wochenende angegeben, mit mehreren Abgeordneten – auch von der ÖVP – Gespräche zu führen. Abgeblitzt war er zuletzt bei seinen ehemaligen Parteifreunden Wolfgang Spadiut und Martina Schenk (beide BZÖ). Neben Lugar und Köfer hat sich bisher nur noch der „wilde“ Mandatar Erich Tadler zu Stronach bekannt.
Wenn der Milliardär fünf Nationalratsabgeordnete zusammenbekäme, könnten sich seine Vertreter um Klubstatus bemühen. Für den Wahlkampf brächte dies einen beträchtlichen Vorteil. (tt.com/APA)
aktualisiert: Di, 28.08.2012 19:37


