12.10.2012, 10:23  Aktualisiert: 12.10.2012, 12:00 
Gadgets

Ein eReader aus Deutschland für angeblich ganz wenig Geld

Um 10 Euro preist ein Berliner Unternehmen seinen eReader an, den „txtr Beagle“.

Berlin – Das Elektronik-Geräte ständig billiger werden und sich die Unternehmen vor allem beim Preis ständig gegenseitig ausstechen, ist nichts außergewöhnliches. Das Berliner Unternehmen „‚txtr GmbH“ lässt Produzenten von eReadern jetzt aber nahezu keinen finanziellen Spielraum mehr. Zwar sind die Klassiker von Amazon bereits um 79 Euro zu haben, gegen die Deutschen haben bisherige Anbieter zumindest preislich aber keine Chance. 10 Euro kostet der „txtr Beagle“, der zumindest als Urlaubsinvestition durchaus eine Überlegung wert ist.

So günstig, wie er scheint, ist der eReader dann aber möglicherweise doch nicht: Wer den eReader zum Billig-Preis haben will, muss zum Start auch gleich einen Mobilfunkvertrag mit einem Netz-Anbieter abschließen, denn das Gerät ist als Zugabe für Mobilfunk-Verträge geplant. Ob das Gerät auch bei österreichischen Netzbetreibern in die Regale kommt, ist unklar. Laut welt.de plane das Unternehmen bei entsprechendem Erfolg aber auch eine Selbstvermarktung des Geräts.

Klar, dass ein 10-Euro-eRaeder auch technisch keine Wundermaschine sein - um Bücher zu lesen ist er aber allemal geeignet. Mit einem Volumen von nur 100 Kubikzentimetern ist der „txtr Beagle“ der kleinste eReader der Welt. Er wiegt gerade einmal 128 Gramm. Das macht ihn in der 5- und 6- Zoll-Geräteklasse zum weltweit leichtesten eReader. Er passt bequem in jede Hemd- oder Handtasche.

Im Gegensatz zu allen anderen Lesegeräten braucht er weder ein Ladegerät oder ein Kabel, noch benötigt er irgendeine Art von Installation. Das Fach für die Batterien sorgt laut Herstellerangaben zugleich für eine stabile und ergonomische Haltung in der Hand. Gute Batterien sollen für bis zu 15 Bücher reichen - für Gelegenheitsleser wohl ein Jahresbedarf.

Ein wesentlicher Unterschied des Billig-Readers zu seinen Konkurrenten ist auch die Technologie, auf die das deutsche Produkt setzt: Bücher werden über eine App erst auf das Smartphone geladen, dort gerendert und anschließend via Bluetooth auf den „txtr Beagle“ geladen. Nicht zuletzt der Verzicht auf USB oder W-Lan machen den Reader äußerst günstig in der Produktion

Das Gerät kann zudem nur rund fünf Bücher speichern - Im Vergleich eine sehr geringe Zahl. Aber für eine Urlaubsreise sollte das jedenfalls ausreichen und viel leichter als fünf Bücher im Koffer ist der „txtr Beagle“ allemal. (tt.com)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 12.10.2012  10:23
aktualisiert: Fr, 12.10.2012  12:00
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