28.10.2012, 07:46  Aktualisiert: 28.10.2012, 11:03 
International

Deutsches Ministerium korrigiert Minister in puncto Neonazi-Zahl

Statt der bisher vermeldeten 100 untergetauchten Neonazis würden 18 wegen rechtsextremistischer Straftaten gesucht.
18 der 110 Personen würden wegen rechtsextremistischer Straftaten gesucht. Bei den übrigen Fällen gehe es um Delikte ohne einen politisch motivierten Hintergrund.
Foto: dpa

Berlin - Das deutsche Innenministerium hat einem Zeitungsbericht zufolge die von seinem Chef Hans-Peter Friedrich verbreitete Zahl von mehr als 100 untergetauchten Neonazis deutlich nach unten korrigiert. Lediglich 18 der 110 Personen würden wegen rechtsextremistischer Straftaten gesucht, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“. Dies habe Friedrichs Staatssekretär Ole Schröder (CDU) am Mittwoch in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Bundestags-Innenausschusses eingeräumt.

Bei den übrigen Fällen gehe es um Delikte ohne einen politisch motivierten Hintergrund, wie etwa Fahrerflucht oder nicht bezahlten Kindesunterhalt.

Friedrich hatte vor einer Woche in einem Zeitungs-Interview vor 110 Rechtsextremisten gewarnt, die untergetaucht seien und per Haftbefehl gesucht würden. Politiker aller Parteien in Deutschland hatten schockiert auf die hohe Zahl reagiert und Konsequenzen gefordert.

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, kritisierte Friedrich nun scharf. „Nur um sich wichtig zu machen, hat der Minister mit unseriösen Zahlen die Menschen beunruhigt“, sagte er der „Bild am Sonntag“. (APA/Reuters)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 28.10.2012  07:46
aktualisiert: So, 28.10.2012  11:03
sperrstunde
Parship
Jobs
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
Panoramablick
Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
AGB Kontakt Impressum