„Nur blinde Menschen können diese Wahlen fair nennen“
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Julia Timoschenko hofft auf einen Machtwechsel, ist aber nicht sehr optimistisch.
Foto: REUTERS
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Kiew - Mit Aufrufen der Opposition zum Regierungswechsel hat am Sonntag in der Ukraine die Parlamentswahl begonnen. Zugleich bezweifelte die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko, dass die Abstimmung rechtmäßig verläuft. „Nur blinde und taube Menschen können diese Wahlen fair nennen“, teilte die inhaftierte Timoschenko mit.
Rund 36,6 Millionen Ukrainer sind im zweitgrößten Flächenstaat Europas aufgerufen, die 450 Abgeordneten der Rada zu wählen. Die Opposition um Timoschenko und den amtierenden Boxweltmeister Vitali Klitschko hofft auf einen Machtwechsel.
Janukowitsch siegessicher
Allerdings zeigte sich die Regierungspartei von Präsident Viktor Janukowitsch siegessicher. „Ich habe für Stabilität gestimmt, für eine wirtschaftliche Entwicklung des Landes und dafür, dass bei uns die Menschen besser leben“, sagte Janukowitsch. Seine im russischsprachigen Osten der Ukraine verwurzelte Partei der Regionen machte sich Hoffnung, durch Direktmandate und eine Koalition mit den Kommunisten weiter regieren zu können.
Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle erklärte am Sonntag in Berlin: „Ich habe die klare Erwartung, dass die Wahlen frei und fair durchgeführt werden müssen. Wir werden das genau beobachten.“ Zugleich sprach er sich für engere Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine aus. „Wir wünschen uns eine nach Westen orientierte Ukraine, die mit uns die europäischen Werte teilt.“ (APA/dpa)
aktualisiert: So, 28.10.2012 12:25


