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Deutsche Bundesliga

Laut Statistik werden die Bayern zu 82 Prozent Meister

Heynckes und Müller warnten aber vor übertriebener Euphorie nach schnellstem Herbstmeistertitel der Geschichte.

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München – Der FC Bayern München hat sich zum 18. Mal in der Geschichte der deutschen Fußball-Bundesliga den inoffiziellen Herbstmeister-Titel gesichert - und wird mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 82 Prozent auch am Saisonende an der Tabellenspitze stehen. Denn in 14 der vorangegangenen 17 Fälle (82,35 Prozent) holten die Bayern als Hinrunden-Spitzenreiter auch den Meistertitel. Es wäre das Championat Nummer 23 für den Rekordmeister.

Gesetz der Serie spricht für den Rekordmeister

Die Münchner holten am Mittwochabend mit dem 2:0-Arbeitssieg in Freiburg die Herbstmeisterschaft bereits in der 14. Runde und damit so früh wie noch kein anderes Team in 50 Bundesliga-Jahren. Nur drei Clubs ist es bisher gelungen, die die Bayern nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft in der Rückrunde noch abzufangen. Vor einem Jahr hatte am Ende Borussia Dortmund die Nase vorn. In der Saison 1970/71 war dies Borussia Mönchengladbach geglückt, 1992/93 Werder Bremen. Das Gesetz der Serie spricht auch allgemein für den Rekordmeister aus München: In 32 von 49 Fällen stand der Halbzeit-Spitzenreiter auch am Saisonende in der Tabelle ganz oben.

„Wir stehen im Winter ganz oben. Das ist schon mal sehr, sehr wichtig“, sagte Kapitän Philipp Lahm und verwies dann auf die noch ausstehenden Ziele für dieses Jahr: Im Cup weiterkommen, Gruppenplatz eins in der Champions League sichern, und, natürlich, den Vorsprung in der Fußball-Bundesliga ausbauen. Nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits am Samstagabend (18.30 Uhr) im großen Schlager vor eigenem Publikum gegen Titelverteidiger Dortmund.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes wollte den historisch früh gesicherten Herbsttitel nicht überbewertet wissen. „Das bedeutet, dass wir eine gute bis sehr gute Saison spielen. Das bedeutet, dass wir eine große Distanz zu den nächsten Plätzen haben und dass die Mannschaft sich auf den Punkt konzentrieren kann. Alles andere, Rekorde und so, die interessieren mich überhaupt nicht. Wir müssen so weitermachen wie bisher“, forderte der 67-Jährige.

Auch Topscorer Thomas Müller warnte davor, die Situation falsch zu einzuschätzen: „Letztes Jahr waren wir in Katar im Trainingslager und wir haben eine Woche nur das Gesülze gehört, dass wir jetzt Herbstmeister sind mit drei Punkten Vorsprung und wie wir feiern im Mai. Man braucht aber immer noch eine Rückrunde. Und deswegen sollte man vorsichtig sein mit solchen Aussagen.“ (APA/dpa)

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