Giftgefahr bei Spielzeug aus China nicht gebannt
Wien – Zu Weihnachten werden am liebsten die Kinder beschenkt, fast in jeder Familie legt das Christkind vor allem Spielzeug unter den Baum. Doch gebetsmühlenartig schlagen Konsumentenschützer und Arbeitsrechtler Alarm. Insgesamt werden mehr als 80 Prozent aller Spielwaren weltweit in der Volksrepublik China produziert und entsprechen kaum dem EU-Recht.
Die Ergebnisse des jüngsten Ethiktests sind schockierend: Seit 2004 hat es nur geringfügige Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen in chinesischen Spielzeugfabriken gegeben. Nach wie vor werden skrupellos Kinder beschäftigt, auch die Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter sind nicht ausreichend.
Von einer Puppe, die in Österreich um 15 Euro verkauft wird, bekommt eine chinesische Arbeiterin, die in 18-Stunden-Schichten am Fließband steht, nur 12 Cent, das entspricht 0,8 Prozent des Verkaufspreises. 80 Prozent vom Preis bleiben im heimischen Handel und werden für Werbung, Transport sowie für Gewinne an die Aktionäre verwendet.
Darüber hinaus ist mehr als die Hälfte des Spielzeugs aus China weiter mit Schadstoffen belastet. Konsumentenschützer haben Flugzeuge mit krebserregenden Lacken, brennbare Puppen und Teddys mit gefährlichen Weichmachern beanstandet. Seit Juli 2011 sollten laut einer EU-Richtlinie für alle importierten Spielsachen verschärfte Sicherheitsvorschriften gelten. Doch unabhängige Tests sind damit nicht verpflichtend. (bea, APA)


