Schwellenländer erhöhen Beiträge zum UNO-Budget
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Nach Angaben von Diplomaten spiegeln die neuen Beiträge zum Budget die sich weltweit ändernden wirtschaftlichen Verhältnisse wider.
Foto: APA (epa)/DAVID CHANG
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New York - China, Brasilien, Indien und andere Schwellenländer werden künftig höhere Beiträge zum UNO-Budget beisteuern. Frankreich, Großbritannien und Deutschland, die unter der Eurokrise leiden, sowie Japan werden die Höhe ihrer Zahlungen verringern. Nach Angaben von Diplomaten spiegeln die neuen Beiträge zum Budget von 5,4 Milliarden Dollar die sich weltweit ändernden wirtschaftlichen Verhältnisse wider.
Die Beiträge der einzelnen Staaten zum Budget 2012-12013 bemessen sich nach ihrem Anteil am Welt-Bruttosozialprodukt. Chinas Beitrag erhöht sich von 3,2 auf 5,1 Prozent - die Volksrepublik überholt damit Kanada und Italien und wird zum sechstgrößten Beitragszahler. Brasilien ist bereit, statt wie bisher 1,6 Prozent des Budgets 2,9 Prozent zu übernehmen. Indien erhöht seinen Beitrag von 0,5 auf 0,66 Prozent und liegt damit in etwa gleichauf mit Griechenland.
Im Gegensatz sinkt der Beitrag des zweitgrößten Zahlers Japan von 12,5 auf 10,8 Prozent. Deutschland kommt künftig für 7,1 statt 8,0 Prozent des Haushalts auf, Frankreich für 5,6 statt bislang 6,1 Prozent und Großbritannien für 5,18 statt 6,6 Prozent. Als einziger Mitgliedsstaat der UN zahlen die USA weiterhin den Höchstsatz von 22 Prozent - obwohl ihr Anteil am Welt-Bruttosozialprodukt (GNI) bei 24,2 Prozent liegt. Trotz der Erhöhungen liegen auch die Beiträge Chinas und der anderen Schwellenländer unter ihrem Anteil am GNI, während die Europäer und Japan immer noch mehr zahlen, als es ihrem GNI-Anteil entspricht.
Der reguläre UN-Haushalt umfasst nicht die Kosten für die Friedensmissionen. Diese belaufen sich auf jährlich über 7,5 Milliarden Dollar und werden über andere Umlagen finanziert. (APA/AFP)
aktualisiert: Mi, 26.12.2012 07:18


