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Natur

Reschenstraße nach Felssturz wieder einspurig befahrbar

Nach einem Felssturz war die Straße mehr als sechs Stunden gesperrt. Seit Samstagnachmittag ist die Nord-Südtirol-Verbindung wieder einspurig befahrbar.

Fließ, Landeck – Nach einer mehr als sechsstündigen Totalsperre der Reschenstraße (B180) im Bezirk Landeck aufgrund eines Felsschlags bzw. Erdrutsches ist die Strecke nach Südtirol seit 16.30 Uhr wieder einspurig befahrbar. „Die halbseitige Straßenöffnung bleibt auch die nächsten Tage aufrecht“, sagte der Landesgeologe Gunther Heißel. Zum Schutz seien Betonleitwände aufgestellt worden, in der kommenden Woche soll mit den Sicherungsarbeiten begonnen werden, fügte er hinzu.

Die herunterstürzenden Erd- und Felsmassen trafen gegen 10.00 Uhr das Fahrzeug eines Urlaubers. „Das Auto wurde beschädigt, der Lenker blieb aber unverletzt“, sagte ein Polizist. Daraufhin wurde die Straße gesperrt. Gegen Mittag wurde eine Spezialfirma mit der Räumung des sehr lockeren Materials in der Größe von rund 100 Kubikmetern beauftragt.

„Die Situation ist noch sehr gefährlich“, schilderte der Landesgeologe. Die Kombination aus Erde und großen Felsen befinde sich rund 20 Meter über der Straße. Mithilfe von Seilen und Ketten würden die Mitarbeiter der Spezialfirma das Material herunterziehen.

Das Erdreich und Gestein war durch die Regenfälle in den vergangenen Tagen durchnässt. In der Nacht auf Samstag sei es dann gefroren und im Laufe des Tages durch die Erwärmung wieder aufgetaut. Dadurch habe es sich gelockert, beschrieb Heißel. Noch am frühen Nachmittag war seiner Ansicht nach an keine Auflassung der Sperre der Reschen Straße zu denken.

Die Strecke kommend von der A12 durch den Landecker Tunnel nach Südtirol war in beiden Richtungen unbefahrbar. Der Steinschlag bzw. der Abgang des Erdmaterials war bei Fließ um 10.07 Uhr gemeldet worden.

Die Sperre führte zu Verkehrsbehinderungen. Am Vormittag wurden die Autofahrer durch Landeck auf die L76 (Malserstraße) umgeleitet. Aber auch dort gab es nach geraumer Zeit kein Weiterkommen mehr. Eine Umleitung war lediglich großräumig über den Brennerpass und die A13 (Brennerautobahn) möglich. (APA/TT.com)