30.12.2012, 21:04  Aktualisiert: 30.12.2012, 21:50 
Eishockey

Sieg gegen Laibach: Versöhnlicher Jahresabschluss für die Haie

Im 19. Heimspiel war es endlich so weit: Der Tiroler Eishockey-Club HCI feierte in der aktuellen Saison den erst zweiten Triumph vor heimischer Kulisse. Gegen Laibach (SLO) gab es ein 4:3 n. V. (1:1, 2:1, 0:1, 1:0).
Mehr Licht als Schatten: Nach seinem Fehler wuchs HCI-Goalie Patrick Machreich über sich hinaus und hielt den Sieg der Innsbrucker fest. Seine Paraden in der Schlussphase verdienen ein Extralob.
Foto: gepa

Von Daniel Suckert

Innsbruck – Neues Spiel, neu­- es Glück. Das dachten sich auch die Innsbrucker Haie im 19. Heimspiel in der Tiwag-Arena am Sonntagabend. Vergessen war die knappe 0:1-Niederlage gegen Fehervar (HUN) – gegen Laibach sollte endlich der zweite Heim­erfolg in der 36. Runde der Erste-Bank-Eishockeysaison geschafft werden. Und dieses Vorhaben fand passend zum Jahresausklang ihr Happy End: In der Verlängerung erzielte Sorgenkind Bryan McGregor (64.) den entscheidenden Treffer.

Knapp 1700 Zuschauer sahen von Beginn an ein intensives und schnelles Eishockeymatch. Zunächst fehlten zwar noch die großen Chancen, zur Sache ging es aber trotzdem. Die Slowenen, ganz im Gegensatz zu den Ungarn, drückten von Beginn an aufs Gas. Besonders die erste Linie rund um NHL-Crack Jan Mursak bereitete den Tirolern ein ums andere Mal Kopfschmerzen.

Jubeln konnten trotzdem zuerst die Haie: In Überzahl bekam HCI-Verteidiger Craig Switzer (14.) den Puck an der blauen Linie, fasste sich ein Herz und schoss zur 1:0-Führung ein. Gleich danach hätte Bryan McGregor (16.) eine sehenswerte Pass-Kombination zum 2:0 nützen können, doch sein Schuss aus kurzer Distanz fand nicht den Weg ins Tor. Das sollte sich später glücklicherweise ändern.

Zunächst kam jedoch die Ernüchterung: In der 17. Minute fixierte der Laibacher Verlic den 1:1-Ausgleich. Und ernüchternd startete auch das Mitteldrittel für die Haie: Laibach-Spieler McBride (24.) umkurvte das Tor und schob HCI-Goalie Patrick Machreich den Puck durch die Beine. Eine Demütigung, die die Haie auf einmal bissiger und vor allem effektiver machte: Im Power-Play erzielte Aaron Fox (34.) den 2:2-Ausgleich. Als das Tabellenschlusslicht gleich danach die Unterzahlsituation (drei gegen fünf) schadlos überstand, bewies Stürmer Höller seine Übersicht: Sein Pass fand Michael Bartlett (39.) und der sicherte den Haien die 3:2-Drittelführung.

Im Schlussdrittel legten die Innsbrucker auf einmal wieder ihr altes Leiden an den Tag. Die Unkonzentriertheit am Beginn rächte sich prompt – NHL-Crack Mursak (41.) netzte aus spitzem Winkel zum 3:3 ein. Das wirkte. Die Tiroler wachten auf und erspielten sich eine Topchance nach der anderen. Aber weder Mössmer (44.) noch Hanschitz (47.) oder Bartlett (50.) konnten die Möglichkeiten nützen.

Und so war es ausgerechnet McGregor (64.) – Coach Naud hatte ihn vor Kurzem in die dritte Linie strafversetzt –, der den Puck in der Verlängerung im slowenischen Tor versenkte und den Haien so einen ruhigen Jahreswechsel beschert. Bartlett: „Unsere Chancenauswertung muss besser werden. Aber es ist schön, dass wir gewinnen konnten.“

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom So, 30.12.2012  21:04
aktualisiert: So, 30.12.2012  21:50
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