„Große Nachfrage“: Mikl-Leitner will Zivildienst für Frauen öffnen
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Mikl-Leitner: ÖVP will „Erfolgsgeschichte“ Zivildienst fortschreiben.
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Wien - Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) schlägt vor, den Zivildienst auch für Frauen zu öffnen. „Es gibt hier eine sehr hohe Nachfrage und dieser Nachfrage werden wir nachkommen“, kündigte die Ministerin am Mittwoch im Ö1-“Morgenjournal“ an. Allerdings werde der Zivildienst für Frauen nur freiwillig und nicht verpflichtend sein, betonte die VP-Politikerin.
Erst befragen – dann diskutieren
Weitere Details blieb sie vorerst aber schuldig. Nur so viel: „Am 21. Jänner werde ich dann - sollte die Bevölkerung pro Wehrpflicht und pro Zivildienst stimmen - zu einem runden Tisch einladen, und das Thema Öffnung des Zivildienstes für Frauen auch umfassend diskutieren.“
„Allein im Jahr 2012 waren 13.869 junge Männer als Zivildiener im Einsatz. Das heißt, so viele helfende Hände wie nie zuvor. Trotz rücklaufender Geburtenrate gehen uns die Bewerber für den Zivildienst nicht aus“, betonte die Ministerin im Ö1-Interview. Eine „Erfolgsgeschichte“, die die Volkspartei fortschreiben wolle. Damit möchte sie den Einsatzorganisationen „volle Planbarkeit garantieren, mit dem Zivildienst“.
Nachfrage deutlich gestiegen
Auf Seite der Trägerorganisationen wuchs 2012 im Vergleich zum vorhergehenden Jahr die Nachfrage nach Zivildienern auf etwa 14.600, was einem Anstieg von etwa 600 Zivildienern entspricht. Der Bedarf wurde laut Innenminsitereium zu 95 Prozent gedeckt.
Die meisten Zuweisungen von Zivildienern erhielt im Jahr 2012 das Rettungswesen (43 Prozent), gefolgt von der Behindertenhilfe (19 Prozent). Die genaue Aufteilung auf die Träger gibt das Innenministerium traditionell nicht bekannt, die größte Zivi-Organisation ist aber stets das Rote Kreuz, gefolgt vom Arbeitersamariterbund. Weitere große Träger sind Lebenshilfe und Caritas. (TT.com, APA)
aktualisiert: Mi, 09.01.2013 11:51

