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Letztes Update am AGT-APA / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

Aurora-Attentäter

Anhörung endete ohne Zeugen der Verteidigung

Am Freitag will das Gericht in Centennial bekanntgeben, ob gegen den 25-jährigen mutmaßlichen „Batman“-Amokläufer James Holmes eine Anklage erhoben werden kann.

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Centennial/Washington – Die dreitägige Anhörung zum US-Kino-Massaker von Aurora ist am Mittwoch ohne Zeugen der Verteidiger zu Ende gegangen. Die Anwälte des mutmaßlichen „Batman“-Amokläufers James Holmes wollten zu der Bluttat Ende Juli mit 12 Toten keine Zeugen aufrufen, berichtete die „Denver Post“ am Mittwoch (Ortszeit). In den Tagen zuvor hatten sich die Anwälte jedoch bemüht, Holmes als unzurechnungsfähig darzustellen, damit dieser einem regulären Gerichtsprozess entgeht. Am Freitag will das Gericht in Centennial (Colorado) bekanntgeben, ob gegen den 25-Jährigen eine Anklage erhoben werden kann.

Während der dreitägigen Anhörung hatten die Polizisten erstmals offiziell Ermittlungsdetails zu der Tat am 20. Juli bekanntgegeben. Dabei beschrieben sie Holmes als einen kaltblütigen Waffennarren, der seine Tat über Monate plante. So soll er sich beispielsweise legal ein Waffenarsenal mit vier Schusswaffen, zwei Kanistern Tränengas und 6295 Patronen Munition zusammengekauft haben.

Seine Wohnung hatte er vor der Tat mit Glyzerin und Napalm präpariert. „Das ganze Appartement wäre entweder in die Luft gegangen oder es hätte in Flammen gestanden“, hatte Ermittler Garrett Gumbinner am Dienstag gesagt. Beim Vorspielen von Notrufen aus der Horrornacht lagen sich nach Angaben der Zeitung Hinterbliebene weinend in den Armen. (APA/dpa)

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