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Landespolitik

Die Empfehlungen der Tiroler Parteien zur Volksbefragung

Wehrpflicht oder Berufsheer: In Tirols Parteilandschaft sind alle Meinungen vertreten, bis hin zur Enthaltung.

Innsbruck – Die Tiroler Parteien haben am Montag das Thema der Woche, die Volksbefragung zur Wehrpflicht am 20. Jänner, intensiv beleuchtet: Die FPÖ spricht sich klar dafür aus und führt dabei den Katastrophenschutz und wirtschaftliche Faktoren ins Treffen. Am Freitag wollen Parteichef Gerald Hauser, Landtagskandidat Rudi Federspiel und LA Toni Frisch in Innsbruck noch einmal für die Wehrpflicht werben. Federspiel und Hauser forderten in diesem Zusammenhang den Rücktritt von Verteidigungsminister Darabos.

Die Tiroler SPÖ ist für ein Berufsheer und gegen eine weitere Zwangsverpflichtung von jungen Männer. Parteichef LHStv. Gerhard Reheis forderte eine sachlichere Diskussion. „Ein professionelles Heer kann die Zukunftsaufgaben in der Landesverteidigung und im Katastrophenschutz besser bewältigen.“ Frauenchefin Nationalrätin Gisela Wurm glaubt, dass der Anteil der Soldatinnen in einem Berufsheer gesteigert werden könne. „Das beweisen Beispiele in anderen europäischen Staaten.“ Das freiwillige soziale Jahr sei zudem ein großer Anreiz - auch für Frauen.

Das Team Stronach für Tirol will keine Empfehlung für die Volksbefragung abgeben, „weil die Bürger mündig genug sind, selbst zu entscheiden“, sagte Obmann Hans-Peter Mayr. Die Volksbefragung zur Wehrpflicht bezeichnete das Team Stronach als Missbrauch der direkten Demokratie. (pn)