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Syrien

Russland: Assads Chancen auf Machterhalt in Syrien schwinden

Das langsame Tempo politischer Reformen sei laut Premier Medwedew möglicherweise ein „fataler Fehler“.

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Moskau/Damaskus - Die russische Regierung sieht die Chancen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad auf einen Machterhalt schwinden. Jeden Tag würden sie „kleiner und kleiner“, sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew dem Sender CNN laut einer Erklärung, die am Sonntag von seinem Büro in Moskau verbreitet wurde. Möglicherweise sei das langsame Tempo der politischen Reformen in Syrien ein fataler Fehler gewesen.

„Er hätte viel früher handeln müssen und die friedfertige Opposition, die zu Verhandlungen mit ihm bereit war, einladen müssen“, sagte Medwedew weiter. Der Premier wiederholte die Position seines Landes, dass eine Lösung des Konflikts nicht von außen kommen dürfe. Russland ist einer der letzten Verbündeten der Regierung Assad und blockiert im Sicherheitsrat Syrien-Resolutionen.

In Syrien selbst nahmen die Aufständischen nach eigenen Angaben einen Bahnhof im Süden der Hauptstadt Damaskus ein. Im Internet verbreitete Filmaufnahmen zeigten nach Darstellung der Opposition, wie das Gelände im Bezirk Qadam am Sonntag erobert wurde. In einer Einstellung war schwarzer Rauch zu sehen, der aus einem Gebäude aufstieg. Dies sei die Folge eines Luftangriffs der Armee, teilte die Aufständischen mit. Die südliche Hauptstraße nach Deraa sei nun gesperrt. Die staatlichen Medien berichteten nicht über die Kämpfe. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben aus Syrien ist kaum möglich, weil die Regierung den Zugang stark beschränkt.

Unterdessen reiste die Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen, Valerie Amos, am Sonntag zu Gesprächen über die humanitäre Krise nach Syrien. Wie aus UN-Kreisen verlautete, will Amos bei ihrem zweitägigen Besuch auch Vertreter des syrischen Außenministeriums treffen. (APA/Reuters/AFP)

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