02.02.2013, 13:18  Aktualisiert: 02.02.2013, 17:09 
Ehe für homosexuelle Paare

Französisches Parlament fällt erste Entscheidung für Homo-Ehe

Die französische Nationalversammlung hat am Samstag den ersten Paragrafen des Gesetzentwurfs für die Homo-Ehe mit großer Mehrheit verabschiedet.

Paris - Nach tagelangen Debatten bis teils tief in die Nacht hat das französische Parlament am Samstag einen ersten Artikel eines Gesetzes für die Ehe von Lesben und Schwulen verabschiedet. Damit ist eine Grundlage geschaffen, die Institution Ehe auch gleichgeschlechtlichen Paaren zu öffnen. Besonders umstritten ist das geplante Adoptionsrecht für Schwule und Lesben.

Dieser erste Artikel wurde nach den Angaben mit 249 gegen 97 Stimmen angenommen. Die regierenden Sozialisten haben in der Nationalversammlung eine deutliche Mehrheit. Justizministerin Christiane Taubira zeigte sich „froh und stolz“ über den Schritt. „Wir schaffen die Freiheit für Jede und Jeden, seine Partnerin oder ihren Partner zu wählen, um eine gemeinsame Zukunft aufzubauen.“

Das französische Parlament diskutiert bereits seit Dienstag über die Ehe auch für homosexuelle Paare. Die Opposition hatte mehr als 5300 Änderungsanträge eingebracht. Deswegen hat das Parlament bis zum 10. Februar durchgängig Sitzungstage anberaumt - einschließlich Wochenenden und Nachtsitzungen. Anschließend muss das Gesetz noch durch den Senat.

Das Gesetzesvorhaben der sozialistischen Regierung ist höchst umstritten; in den vergangenen Wochen gingen Hunderttausende Demonstranten dagegen auf die Straße. Die Konservativen und die katholische Kirche in Frankreich laufen Sturm gegen die geplante Homo-Ehe, die gleichgeschlechtlichen Paaren unter anderem ein gemeinsames Adoptionsrecht einräumt. (dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Sa, 02.02.2013  13:18
aktualisiert: Sa, 02.02.2013  17:09
sperrstunde
Parship
Jobs
Unterkunftssuche
Panoramabilder
Panoramabilder
Panoramablick
Events · Kino · TV · Motor · Multimedia · Musik · Stars · Leben ·
AGB Kontakt Impressum