Archiv

Letztes Update am TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe

A 12: Lkw-Sperre

Schneefall in Italien: Transitverkehr via Straße und Bahn steht still

Seit Sonntagabend gilt auf der Brennerautobahn in Richtung Italien ein Fahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen. Die Lastwagen sollen auf den Parkplätzen bleiben. Auch bei der RoLa gibt es Ausfälle.

drucken

Brenner – Jede Menge Neuschnee ist für Norditalien angekündigt. Deshalb wurde bereits am Sonntag um 23.30 Uhr ein Fahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen für die Brennerautobahn in Richtung Italien erlassen. Die Lkw-Sperre gilt ab der Staatsgrenze, ab dem Reschenpass und ab Sillian/Innichen. Das Fahrverbot bleibt voraussichtlich den ganzen Montag aufrecht, von Italien wurde es auf noch unbestimmte Dauer erlassen. Die Schneefälle sollen laut Angaben des Wetterdienstes der ÖBB von heute (Montag) bis Mittwoch andauern. Auch die ÖBB reagierten auf die „Güterverkehrsbeschränkung“. Betroffen seien bei der Bahn laut Aussendung „die rollende Landstraße zwischen Wörgl und dem Brenner bzw. Wörgl und Trento“.

Der Parkplatz Nößlach war bereits Montagmittag voll. 250 Lastwagen warten dort auf die Weiterfahrt nach Italien. Wegen der angesagten Schneefälle können die Lkw auf der Inntalautobahn (A12) nicht auf dem Pannenstreifen aufgefädelt werden. „Das wäre bei der angesagten Wetterlage ein zu hohes Sicherheitsrisiko, zumal auch für die Schneepflüge die freie Fahrt zum Räumen der Fahrbahn gewährleistet sein muss“, sagte Verkehrslandesrat Bernhard Tilg.

Lkw-Checkpoint in Kufstein-Nord

Montagvormittag wurde ein Lkw-Checkpoint auf der Inntalautobahn in Fahrtrichtung Innsbruck eingerichtet. Bei der Anschlussstelle Kufstein-Nord werden Schwerfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen und einem Fahrziel in Italien wieder nach Deutschland zurückgeschickt. „Wir ersuchen die Lkw-Fahrer, die ihr Fahrzeug bereits auf Parkplätzen abgestellt haben, diese Parkplätze nicht mehr zu verlassen“, sagte Günther Salzmann, stellvertretender Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidriektion Tirol.

„Wir unternehmen alles Menschenmögliche, um den Verkehrsfluss auf den Tiroler Autobahnen möglichst ungestört ablaufen zu lassen“, erklärte dazu Tilg. (tt.com)

drucken