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WM-Tagebuch - Teil 9

Narrenfreie Zone! Batman und Co. fühlen sich nicht „narrisch guat“

Auch wenn in Schladming der Spaß nicht zu kurz kommt, bleibt der Höhepunkt der Faschingssaison auf der Strecke.

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Schladming - Was haben Batman, ein Schneemann, der „Grüne Punkt“, ein Pater und ein „A“ einer Ratingagentur gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Man mag es kaum glauben, aber das waren meine Verkleidungen in den vergangenen Jahren am Faschingsdienstag. Ich bin ein „Kind“ der fünften Jahreszeit, ein richtiger Faschingsnarr. Umzüge hier, Bälle da - das ganze Programm!

Doch in diesem Jahr leide ich am Höhepunkt des närrischen Treibens. „Narrisch guat“ ist zwar auch die Stimmung unter den österreichischen Fans nach der Bronze-Medaille von Romed Baumann in Schladming, aber mit Fasching hat das ganze nichts zu tun. Von einer roten Clownnase und ein paar Schweizern in Kuhkostümen abgesehen, ist die klein aufgemalte rot-weiß-rote Flagge im Gesicht der meisten Fans das höchste der Verkleidungs-Gefühle.

Selbst die deutschen WM-Touristen aus den Karnevalshochburgen verzichten auf „Hellau!“ und „Aalaaf!“. So wie Ulli aus Düsseldorf, die sich lieber die „Skifahrer ankuckt“ als in ihrer Heimat abzufeiern. Es scheint fast so, als ob der Fasching in Schladming so fremd ist, wie ein Chinese bei der Ski-WM.

Lei, lei-der keine Narren in Schladming! So lasse auch ich meine Verkleidung im Koffer, ich will ja nicht aus der Reihe tanzen. Stattdessen gönne ich mir einen Faschingskrapfen, den kennen sie nämlich hier in der Steiermark. (alm)

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