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Wirtschaftspolitik

Wut der Griechen entlädt sich in neuerlichem Generalstreik

„Unser Kampf wird weitergehen, so lange an dieser Politik festgehalten wird“, verkündeten die Gewerkschaften.

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Athen - In Griechenland hat ein Generalstreik am Mittwoch das öffentliche Leben nahezu zum Stillstand gebracht. Fähren blieben in den Häfen, staatliche Schulen geschlossen, und in Krankenhäusern wurde nur ein Notdienst aufrechterhalten. Die beiden größten griechischen Gewerkschaften protestierten mit dem 24 Stunden dauernden Ausstand gegen Lohnkürzungen und hohe Steuern, mit denen die Regierung in Athen eine Pleite des finanziell stark angeschlagenen Landes abwehren will.

„Unser Kampf wird weitergehen, so lange an dieser Politik festgehalten wird“, kündigte die Gewerkschaft GSEE an. Sie vertritt gemeinsam mit der Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst (ADEDY) 2,5 Millionen Arbeiter und Angestellte.

Seit 2009 wurde Griechenland immer wieder von Generalstreiks lahmgelegt. „Wir sind am Boden“, sagte Nikos Papageorgiou, ein 56-jähriger Beamter. „Das Land wurde zerstört, die Jugend wurde zerstört. Ich bin wütend auf die Europäer und auch auf unsere Politiker. Sie gehören alle ins Gefängnis.“

Die Regierung hatte zuletzt einen harten Kurs den Gewerkschaften gegenüber eingeschlagen und allein in diesem Jahr zwei Mal Seeleute und U-Bahn-Beschäftigte per Notverordnung zurück an die Arbeitsplätze geschickt, nachdem es bei einem wochenlangen Streik zu Nahrungsengpässen auf Inseln und einer Lähmung des öffentlichen Nahverkehrs in Athen gekommen war. Am Montag lenkte die Regierung aber ein und zog ihren Plan zurück, fast 1900 Staatsdiener zu kündigen. (APA/Reuters)

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