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FPK-Krise

Dörfler & Co ermöglichen Wahl des blauen Landesrats

Dörfler, Dobernig und Anton wollen weiterhin nicht auf ihre Sitze im Landtag verzichten. Unterschriften für die Wahl von für Ragger zum Regierungsmitglied und Lobnig zum Landtagspräsident haben sie dennoch unterschrieben.

Klagenfurt – Noch-Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der scheidende Landesrat Harald Dobernig und LAbg. Hannes Anton haben am Dienstag in der Früh klargestellt, dass sie die Besetzung des der FPK zustehenden Landesratspostens trotz der innerparteilichen Krise nicht verhindern werden. In einer Aussendung teilte das Trio mit, man habe die Wahlvorschläge für Christian Ragger als Landesrat und Josef Lobnig als Dritten Landtagspräsidenten unterschrieben und dem Landtagsamt übermittelt.

Die Verhandlungen des geschäftsführenden FPK-Obmannes Ragger um einen Verzicht der drei Funktionäre auf ihre Mandate waren am Montag bis spät in die Nacht gelaufen, allerdings ohne Ergebnis. Dörfler erklärte dazu in der Aussendung: „Was immer in den nächsten Stunden an Verhandlungsergebnis im freiheitlichen Lager zustande kommt, eines ist für uns drei klar: Mit unseren Unterschriften ist sichergestellt, dass weder die Landtagsarbeit, noch die Regierungsarbeit in irgendeiner Weise gestört oder verzögert werden kann.“

Diese Zustimmung gelte auch dann, wenn die Kandidaten ihre Funktion nicht annehmen würden oder die Partei andere personelle Entscheidungen treffen sollte, so Dörfler, Dobernig und Anton. Denn die Interessen des Landes müssten vor Parteiinteressen gehen.

Dörfler hatte seit der Wahlniederlage stets kategorisch ausgeschlossen, sein im Wahlkreis Kärnten-West erreichtes Direktmandat nicht ausüben zu wollen. Auch Anton, der im Wahlkreis Villach seinen Landtagssitz errungen hat und Dobernig, der Spitzenkandidat im Wahlkreis Klagenfurt war, wollen in den Landtag einziehen.

Ragger hatte sein politisches Schicksal als Parteichef anfangs mit dem Mandatsverzicht des Trios verknüpft, in den vergangenen Tagen war davon allerdings keine Rede mehr. Wie es bei den Freiheitlichen nun weitergehen soll, ist offen, Ragger hat für den Vormittag (10.30 Uhr) zu einer Pressekonferenz geladen. (APA)