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Printausgabe der Tiroler Tageszeitung vom 29.04.2013

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

In Landeck stand ein Betriebsgebäude in Flammen. In Schwaz brannte eine Autowerkstätte.

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Landeck, Schwaz – Nicht nur aus dem Schlaf gerissen, auch evakuiert wurden in der Nacht auf Montag Dutzende Bewohner im Stadtzentrum von Landeck, als um 0.10 Uhr die Sirenen aufheulten. Aus einem aufgelassenen Wirtschaftsgebäude unweit der Jöchler-Kreuzung schlugen meterhohe Flammen. 70 Mann der Stadtfeuerwehr eilten zum brisanten Einsatz. „45 Minuten später hatten wir den Brand unter Kontrolle und damit einen Übergriff auf benachbarte Gebäude verhindert“, schilderte Kommandant Reinhold Greuter.

Beim Lokalaugenschein am Vormittag hat sich Brandermittler Albert Birlmair einen ersten Überblick verschafft. Doch eine rasche Klärung der Brandursache war gestern nicht möglich. „Wir ermitteln in alle Richtungen, Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden“, sagte er am Montagabend. Auch Selbstentzündung oder Unachtsamkeit kommen als Ursache in Frage. Das verwaiste Gebäude soll von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt worden sein. Einen Zusammenhang mit dem Brand im ehemaligen Gasthaus Stern am 21. April sieht Birlmair nicht.

Der Brand einer Autowerkstätte in der Münchner Straße in Schwaz hielt Montagfrüh die Feuerwehr Schwaz und die Betriebsfeuerwehr Tyrolit mit 70 Mann in Atem. Da sich das Gebäude in Sichtweite der Feuerwache befindet, hatten die Schwazer Florianijünger einen kurzen Anfahrtsweg. Das Großaufgebot hatte das Feuer rasch unter Kontrolle. Der Schaden ist dennoch groß und dürfte laut Polizei um die 100.000 Euro betragen. Das Feuer dürfte bei Reparaturarbeiten an einem Auto in der Werkstätte entstanden sein.

Ein 64-jähriger Unterländer versuchte noch, die Flammen mit einem Handfeuerlöscher zu bekämpfen, und zog sich dabei an Gesicht und Händen Brandwunden zu. Die Werkstatt und mehrere Autos wurden laut Polizei schwer beschädigt. (hwe, cm)

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