Dopingsünderin Hütthaler startet mit slowakischer Lizenz
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Lisa Hütthaler wird künftig für die Slowakei starten. Foto: gepa
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Innsbruck – Lisa Hütthaler, die 26jährige Triathletin, startet ihren Wiedereinstieg ins Triathlonleben mit slowakischer Lizenz. „Sie hat uns eine slowakische Lizenz zugestellt. Damit ist für Trainingskontrollen auch die slowakische nationale Dopingagentur zuständig und nicht die NADA Österreich,“ bestätigt der Generalsekretär des österreichischen Triathlonverbands, Herwig Grabner. „Die 26jährige Triathletin ist ab 5. Juni 2010 wieder startberechtigt, wir haben das mit dem internationalen Triathlonverband ITU abgecheckt.“
Die österreichische Staatsmeisterin von 2007 war ja im Jahr 2008 positiv auf EPO getestet worden und hatte versucht, eine Mitarbeiterin des Antidopinglabors in Seibersdorf zu bestechen. Vor der Soko Doping und der NADA sagte sie umfangreich über das Dopingsystem in Österreich aus. Als Anerkennung für ihre Informationen wurde ihre ursprüngliche 6 Jahres-Sperre im April 2009 auf 18 Monate verkürzt.
Im April 2009 gab sie auch ihr Karriereende bekannt. Aber im November 2009 lief sie beim New York-Marathon eine sensationelle Zeit von 2: 49, war damit beste Österreicherin am Start und verkündete danach ihre Rückkehr in den Triathlonsport.
„Sie hat uns mitgeteilt, dass sie sich auf die Langdistanz konzentrieren will, also auf Ironman-Bewerbe,“ so Grabner. „Die World Triathlon Cooperation WTC ist für die Ironman-Serie zuständig. Die WTC lässt auch Triathleten starten, wenn deren Staatsbürgerschaft mit der Lizenz nicht übereinstimmt, so wie bei Hütthaler. Sie kann aber nicht beim Weltcup, bei der EM oder WM starten, denn dafür ist die ITU zuständig und die fordert eine Übereinstimung von Lizenz und Staatsbürgerschaft.“ (mil)
aktualisiert: Fr, 15.10.2010 10:54


