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----------Bundesliga

Grödig schockte Rapid, Salzburg im Schongang zum Sieg

Das Überraschungsteam aus Salzburg besiegte den Rekordmeister auswärts mit 1:0. Den „Bullen“ reichte zum Abschluss der sechsten Bundesliga-Runde am Sonntag ein Elfmeter von Soriano (59./8. Saisontor) zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg über Nachzügler Admira, um die Tabellenführung mit 14 Punkten vor Grödig (13) zu verteidigen.

Karner (r.) war der gefeierte Grödiger Goldtorschütze.

© APA Karner (r.) war der gefeierte Grödiger Goldtorschütze.

Wien – Aufsteiger SV Grödig sorgt in der Fußball-Bundesliga weiter für Furore. Die Salzburger feierten am Sonntagnachmittag in der 6. Runde einen verdienten 1:0-(1:0)-Auswärtserfolg gegen Rapid und übernahmen zumindest für zweieinhalb Stunden die Tabellenführung. Den entscheidenden Treffer für die zweikampf- und spielstarken Grödiger markierte vor 14.000 Zuschauern Maximilian Karner (24.).

Die in der Liga mittlerweile drei Partien torlosen Rapidler verpatzten damit ihre Generalprobe fürs entscheidende Play-off-Rückspiel in Georgien. Am Donnerstag verteidigen die Wiener in Tiflis gegen Dila Gori ein 1:0-Guthaben. Vor Anpfiff machten einige Rapid-Fans einmal mehr ihrem Unmut über die Vereinsführung Luft. Zahlreiche Anhänger waren mit einem T-Shirt mit der Aufschrift „Vorstand raus“ bekleidet, zudem zündeten sie bengalische Feuer, die ihrem Lieblingsclub wohl einmal mehr eine saftige Geldstrafe bescheren werden.

Barisic setzte auf Europacup-Elf

Inmitten der „englischen Wochen“ verzichtete Rapid-Coach Zoran Barisic etwas überraschend auf Rotation und schickte neuerlich sein Stammpersonal auf den Rasen. 12.800 Zuschauer erlebten von Beginn an eine flotte Partie und sahen sehr rasch, dass Grödig völlig zurecht an der Liga-Spitze mitmischt. Die Salzburger standen defensiv gut, schalteten nach den Ballgewinnen blitzschnell um und brachten die Rapidler damit des öfteren in Bedrängnis.

Robert Strobl (2.) und Dieter Elsneg (6.) bescherten Rapid-Goalie Jan Novota einen arbeitsreichen Auftakt, für Rapid verfehlte Sabitzer hauchdünn das lange Eck (11.). Die Grödiger wurden für ihren neuerlich unbekümmerten Auftritt mit der 1:0-Führung belohnt. Nach Freistoß-Flanke von Thomas Salamon setzte sich Karner gegen Bewacher Christopher Trimmel durch und knallte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Allerdings half Karner, der nur aufgrund der Sperre von Dominique Taboga in die Startelf gerutscht war, bei der Ballannahme auch ein wenig mit der Hand mit.

Rapid lief dem Rückstand eher ideenlos hinterher, Trimmel vergab die beste Ausgleichschance vor der Pause (36.). Nach Wiederbeginn gelang es den Rapidlern lediglich phasenweise, großen Druck zu erzeugen und den Underdog einzuschnüren. Trimmel scheiterte zweimal (57., 73.) am stark parierenden Kevin Fend, ansonsten blieben Riesenchancen für die Grün-Weißen aus. Per Konter hätte beinahe Philipp Zulechner für die Vorentscheidung gesorgt (68.).

Soriano-Elfer reichte „Bullen“ für 1:0

Salzburg bleibt auch nach der sechsten Runde an der Spitze der Fußball-Bundesliga. Am Sonntag reichte den „Bullen“ im Heimspiel gegen eine durchaus mutig auftretende Admira eine mäßige Vorstellung zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg, der Vizemeister liegt mit 14 Punkten vor Grödig (13), Ried (12) und Titelverteidiger Austria (11). Das Goldtor erzielte Soriano aus einem Hands-Elfmeter (59.), es war der achte Saisontreffer des spanischen Führenden in der Torschützenliste.

Salzburg ist nun schon saisonübergreifend seit 25 Meisterschaftspartien ungeschlagen, damit fehlt nur noch ein Spiel auf die von der Austria in den Spielzeiten 1984/85 und 1985/86 aufgestellten Bundesliga-Bestmarke von 26 Partien. Die nächste Aufgabe der Schmidt-Elf ist das Rückspiel der Europa-League-Qualifikation bei Schalgiris Vilnius am kommenden Donnerstag (20.30) und sollte nach dem 5:0-Erfolg im Hinspiel nur noch Formsache sein.

Die Admira musste hingegen unter Interimscoach Oliver Lederer, der nach dem Ende der Herbstsaison wegen fehlender Pro-Lizenz abtreten wird, im dritten Spiel die erste Niederlage hinnehmen.

Salzburg startete wie erwartet ohne Umstellungen im Vergleich zum 5:0 gegen Schalgiris und war in den ersten 20 Minuten auch die klar initiativere Mannschaft. Soriano sorgte zweimal aus der Entfernung für Gefahr (8./Freistoß über das Tor, 17./aus 17 m daneben), Ulmer prüfte aus spitzem Winkel Admira-Goalie Leitner (34.). Der Gäste-Schlussmann war es auch, der die beste „Bullen“-Chance aus Kurzdistanz durch Mane gleich zu Beginn vereitelte (5.).

Die Niederösterreicher suchten ihr Heil nicht nur in konzentrierter Defensivarbeit, sondern wagten sich immer wieder auch nach vorne. In der 15. Minute hätte sich das fast ausgezahlt, als Salzburg-Goalie Gulacsi Schachners Weitschuss nur mit einer schönen Parade bändigen konnte.

Nach rund 25 Minuten entwich aber die Luft aus der Partie, die erst mit Beginn der zweiten Hälfte wieder etwas mehr Fahrt aufnahm. Die Admira machte den Hausherren mit engagiertem Spiel weiter das Leben schwer, ging schließlich aber durch einen Selbstfaller k.o.: Auer berührte eine Mane-Hereingabe mit dem Oberarm, Soriano ließ sich die Chance vom Punkt nicht entgehen.

Salzburg, bei dem sich die sonst so spielfreudigen Kampl und Mane diesmal nicht so stark in Szene setzen konnten, brachte die Partie von da an ohne allzugroßen Aufwand nach Hause. Mane vergab nach Sorianos Vorarbeit allein vor dem Tor die Riesenmöglichkeit auf das 2:0 (63.), in der Schlussphase vereitelte Leitner eine Doppelchance von Ulmer und Soriano (79.). Die Admira gab sich aber nicht geschlagen, scheiterte bei einem Schick-Schuss (50.) sowie einem Versuch Ouedraogos aus spitzem Winkel (65.) aber an Gulacsi.

Fußball-tipp3-Bundesliga - 6. Runde:

SK Rapid Wien - SV Grödig 0:1 (0:1).

Wien, Gerhard-Hanappi-Stadion, 12.800, SR Schüttengruber.

Tor: 0:1 (24.) Karner

Rapid: Novota - Trimmel, Sonnleitner, Dibon, Denner - Petsos, Boskovic (70. Behrendt) - Burgstaller, Hofmann, Schaub (82. Grozurek) - Sabitzer

Grödig: Fend - Zündel, Cabrera (63. Hayden), Karner, Strobl - M. Leitgeb, Tschernegg - Huspek, Elsneg, Salamon (96. Handle) - Zulechner (82. Tomi)

Gelbe Karten: Dibon, Hofmann, Petsos, Behrendt, Denner, Trimmel bzw. M. Leitgeb, Salamon, Zündel, Huspek, Karner

Die besten Spieler: Trimmel bzw. Elsneg, Huspek

Red Bull Salzburg - FC Admira Wacker Mödling 1:0 (0:0).

Red-Bull-Arena, 6.780, SR Kollegger

Tor: 1:0 (59.) Soriano (Hands-Elfmeter)

Salzburg: Gulacsi - Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Kampl (89. Svento), Hierländer, Ilsanker, Mane (73. Berisha) - Alan (61. Meilinger), Soriano

Admira: Leitner - Auer, Ebner, Windbichler, Katzer - Schick (85. A. Schicker), Schachner (72. Rusek), Schwab, Domoraud - Sax (58. Thürauer), Ouedraogo

Gelbe Karten: Hinteregger bzw. Schachner, Domoraud, Schwab

Die Besten: Gulacsi, Soriano bzw. Leitner, Ebner