Hunderte kamen zum Flashmob in den Innsbrucker Hofgarten
Innsbruck – „Es reicht! Der Hofgarten wird von unseren Steuergeldern finanziert und es ist unser Recht, auf jeder Wiese im Hofgarten zu liegen.“ Mit diesen Worten forderten die Organisatoren eines Flashmobs dazu auf, sich für eine spontane Protestaktion im Innsbrucker Hofgarten zu treffen.
Um 15 Uhr hinsetzen und sich auf den Rasenflächen verteilen, hieß es dann tatsächlich am Sonntagnachmittag. Und Hunderte folgten dem Plan und verwandelten die ansonsten leeren Rasenflächen des altehrwürdigen Hofgartens in einen bunten Fleckerlteppich.
Die Organisatoren – die, wie bei Flashmobs üblich, anonym bleiben wollen – zeigten sich gegenüber der TT erfreut: „Wir sind überglücklich, dass so viele Menschen gekommen sind und dass es gemütlich und entspannt abläuft.“
„Wiesen in Innsbruck freigeben“
Doch um ihr eigentliches Ziel zu erreichen, wird es wohl noch weitere Überzeugungsarbeit brauchen. „Was wir wirklich hoffen ist, dass es endlich was bewirkt und die Wiesen in Innsbruck freigegeben werden.“ Freigegeben zur Nutzung durch die Bevölkerung, die für Pflege und Erhalt dieser Flächen mit Steuergeldern schließlich auch aufkommt.
Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, blieben die Teilnehmer stundenlang im Hofgarten, was bei Flashmobs, die normalerweise nur Minuten lang dauern, eigentlich nicht üblich ist. Und ganz nebenbei konnte das Sommerwetter im Frühjahr ausgekostet werden – und das Probeliegen am Hofgartenrasen machte offensichtlich auch Spaß. (red)
aktualisiert: Fr, 01.02.2013 17:11


