Wie Yoggl zum Leben erweckt wurde
Innsbruck – „Vor knapp einem Jahr wurde ein Gamsbock mit Latzhose und Schal im Pixelmuster gesichtet und sofort als Maskottchen engagiert“, so die bisherige Mär. In Wirklichkeit ist Yoggl eine Phantasiegestalt von Florencia Demaría und Luis Andrés Abbiati aus Argentinien, die den weltweit ausgeschriebenen Maskottchenwettbewerb gewannen.
Der junge Yoggl war anfänglich aber noch unsicher: „Wie soll ich mich im grellen Scheinwerferlicht und zwischen vielen Kabeln auf den großen Bühnen zurechtfinden? Wie gelingt es mir, nicht den Überblick zu verlieren und Kontakt zu den Zuschauern aufzubauen?“ Er war froh, einen persönlichen Volunteer an seiner Seite zu haben, der den Fanandrang etwas abschwächte und ordnete. Sonst hätte er das alles nur schwer geschafft. Denn am Anfang des Olympischen Werbefeldzugs war Yoggl sehr zurückhaltend und musste sich an den Rummel erst gewöhnen. „Eigentlich haben mir die Kinder und ihre Begeisterung geholfen meine Scheu zu überwinden“, verrät Yoggl glücklich, der allmählich zum Publikumsliebling geworden ist.
Es waren auch die Kinder und Jugendlichen, die ihn nach und nach aus der Reserve lockten und zu Lockerheit und Spontanaktionen wie Tanzeinlagen animierten. Während des zweieinhalbwöchigen Fackellaufs fing Yoggl dann richtig Feuer, sprühte förmlich vor Ideen und entdeckte täglich neue Möglichkeiten, das Publikum zu begeistern. Beispielsweise mit der Fahrt durch Wien im offenen Cabrio, oder beim Snowboardnachmittag im Kühtai. „Super ist auch, hautnah neben Prominenten, wie Olympiasieger Fritz Strobl, oder verschiedenen Regierungschefs zu stehen und ihnen die Hand zu schütteln“, schwärmt Yoggl und ist überzeugt, dass sich auch die Winterspiele so prächtig entwickeln werden wie er: relaxed, freudvoll, mutig, offen und Menschen verbindend. Yoggl ist nun voll olympischer Begeisterung und hofft bei den Spielen 2014 in Sotschi eine Maskottchenfreundin zu finden. (hei,ar)
aktualisiert: Mo, 16.01.2012 21:49



