13.02.2012, 11:44  Aktualisiert: 13.02.2012, 11:53 
Wissen

ESA-Rakete Vega besteht die Feuertaufe

Die Booster der neuen Vega-Rakate katapultierten bei ihrem Jungfernflug neun kleine Satelliten erfolgreich ins Weltall. Eine Glanzstunde der europäischen Raumfahrt.
00:01 zeigt der Countdown an: Das Foto zeigt Vega nur wenige Augenblicke nachdem die Booster gezündet wurden.
Foto: EPA

Kourou – Die erste europäische Vega-Rakete ist erfolgreich zu ihrem Jungfernflug gestartet. Der für rund 790 Millionen Euro entwickelte Lastenträger hob am Montagmorgen problemlos vom Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana ab. An Bord waren neun kleine Satelliten.

Die vor allem in Italien gebaute Vega (30 Meter Höhe)komplettiert die europäische Raketenfamilie, die bislang aus der mehr als 50 Meter hohen Ariane 5 und der mittelgroßen, von Russland zugekauften Sojus besteht.

Der jüngste Träger kann je nach Art und Höhe der gewünschten Umlaufbahn Lasten mit einer Masse zwischen 300 und 2500 Kilogramm ins All bringen.

Damit ist sie besonders für kleine Wissenschafts- und Erdbeobachtungssatelliten geeignet. Der bisher letzte Start einer völlig neu entwickelten europäischen Rakete war der der ersten Ariane 5. Sie hob am 4. Juni 1996 in Kourou ab – kam aber kurz nach dem Start vom Kurs ab und musste über dem Meer gesprengt werden.

Mittlerweile ist das Ariane-5-Programm allerdings eine Erfolgsgeschichte. 60 Raketen starteten bereits von Kourou aus ins All. (dpa)

Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Mo, 13.02.2012  11:44
aktualisiert: Mo, 13.02.2012  11:53
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