20.04.2012, 10:59  Aktualisiert: 20.04.2012, 22:12 
Erstes Foto

Erster großer Auftritt des kleinen Bären im Innsbrucker Alpenzoo

Der neue Alpenzoo-Bär wagte sich zum ersten Mal ins Gehege – und ein Stück weiter.
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Bär im Zoo – So läuft die Namenssuche

Namensvorschläge: Ihren Vorschlag für den zukünftigen Namen des neuen Bären können Sie via E-Mail an forum@tt.com oder mittels Postkarte an die Tiroler Tageszeitung, Ing.-Etzel-Str. 30, einsenden. Kennwort „Bärenname“, den eigenen vollständigen Namen und eine Kontaktmöglichkeit (E-Mail-Adresse oder Telefonnummer) nicht vergessen, denn alle Teilnehmer nehmen an der Gewinnziehung mit drei tollen Hauptpreisen teil. Die Gewinner werden auch zur Tauffeier des Bären eingeladen (der Rechtsweg ist ausgeschlossen). Einsendeschluss ist der 2. Mai 2012.

Jury-Entscheidung: Eine Jury wählt aus den Vorschlägen die Shortlist für das Voting mit den zehn besten Vorschlägen aus.

Publikumsvoting: Dann sind wieder die Tiroler am Zug: Via Online-Voting und Stimmkarten bei allen drei Partnern (TT, Hypo Tirol und Alpenzoo) kann aus den zehn verbleibenden Vorschlägen der Name bestimmt werden. Vom Donnerstag, 10. Mai bis zu zum 24. Mai 2012 können die Stimmen abgegeben werden. Der Vorschlag mit der größten Unterstützung gewinnt.

Von Matthias Christler


Innsbruck – Er reckt seinen Hals ins Freie, schaut nach links, nach rechts, schnuppert an der Tiroler Luft und macht sie: die ersten Schritte in ein neues Leben. Der junge Braunbär wird der Star im Alpenzoo. Damit die ersten Fotos und Videos gelingen, hat Tierpfleger Michael Winkler kurz zuvor im Freigehege vor die Glasscheibe einige Honigköder ausgelegt. Alpenzoo-Direktor Michael Martys steht selbst mit einer Kamera dahinter, ganz gespannt: „Das ist auch eine Premiere für mich.“


Der Bär aber hat seinen eigenen Kopf. Er tapst in die genau entgegengesetzte Richtung und streckt den Schaulustigen sein Hinterteil in die Kameras. Ganz schön frech – diese Charaktereigenschaft offenbarte sich spätestens, als sich Attila, wie er früher hieß, beim ersten Übersiedelungsversuch aus Deutschland nicht betäuben ließ. Und der junge Bär, der umgelegt auf die menschliche Entwicklung jetzt im Teenager-Alter ist, bleibt seiner Linie treu.

Die ersten Fotos sind geknipst, dann wird er noch frecher und kriecht unter einem Elektrozaun durch, der einige Pflanzen am Außenzaun schützen sollte. „Ist der eingeschaltet?“, fragt Martys überrascht. „Ja“, antwortet ihm ein Mitarbeiter. Alle verzeihen es dem Bären – weil dahinter noch zwei Zäune eine Flucht verhindern. „Wie es sich für einen jungen Bären gehört, ist er eben neugierig. Er gefällt mir wirklich gut, ein nettes Kerlchen“, strahlt Martys.


Ob Bärendame Martina das ebenso sieht, wird sich erst weisen. Bevor es zu einem Zusammentreffen kommt, muss sich der Neue an den Alpenzoo gewöhnen. Zumindest der Speiseplan lässt keine Wünsche offen. „Er bekommt eine Obstmischung aus Äpfeln und Mangos. Auch Ziegen- und Rindfleisch isst er gern. Und er liebt Faschingskrapfen“, erzählt sein Tierpfleger.

Nach einer Stunde im Freien und vergeblichen Jagdversuchen auf flinkere Krähen legt sich der Bär auf einen kleinen Hügel. Den Kopf stützt er auf seiner Pfote ab. Er posiert. Die zweijährige Valentina schaut durch die Glasscheibe und sieht sie: diese tollpatschigen Pfoten, die wuscheligen Ohren und zwei braune Kulleraugen: „Mei is der liab.“</
Tiroler Tageszeitung, Onlineausgabe vom Fr, 20.04.2012  10:59
aktualisiert: Fr, 20.04.2012  22:12
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