Trackshittaz: Noch ein paar Worte bevor gerappt wird
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So wird das Austro-Duo am Dienstag auf der Bühne stehen – und um das Ticket für das Finale kämpfen.
Foto: BANG
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Baku – Nur mehr wenige Stunden trennen die Trackshittaz, Österreichs Vertreter beim Song Contest 2012 in Aserbaidschans Hauptstadt Baku, von ihrem großen Auftritt im 1. Halbfinale am Dienstagabend. Die zwei Musiker sind schon seit einer Woche vor Ort, um für sich und ihre Nummer die Werbetrommel zu rühren, bevor es dann um Mitternacht Ortszeit (um die drei Stunden Zeitverschiebung gegenüber Mitteleuropa auszugleichen) am 22. Mai ernst wird. Die beiden Mühlviertler Rapper sprachen mit Journalisten in Baku über den Sexismusvorwurf gegen ihr Lied, die Frage, ob man den Song Contest überhaupt in einem demokratisch bedenklichen Land wie Aserbaidschan abhalten sollte und die Dönerbude um die Ecke.
Welchen Eindruck von Aserbaidschan habt Ihr bisher gewonnen?
Lukas Plöchl: Die Leute sind sehr gutmütig und bemüht, alles gut abzuwickeln - auch wenn hier und da mal technische Probleme auftauchen. Jeder versucht, in seinem Aufgabenbereich das Beste zu geben. Der Flair der Stadt ist sehr interessant. Man sieht, wohin sich die Stadt entwickelt, in einem immensen Tempo. Da tun die sich genauso wie für den Song Contest sehr viel an. Ich glaube schon, dass die Menschen von der Entwicklung und vom Song Contest profitieren.
Wie steht Ihr zu der Frage, ob man in einem Land mit der Menschenrechtssituation wie Aserbaidschan überhaupt solch eine Großveranstaltung abhalten sollte?
Plöchl: Wir sind natürlich informiert über die Situation in Aserbaidschan und Baku, weil so viel darüber berichtet wird. Und genau das ist der springende Punkt. Diese Informationen würde es ohne den Song Contest nicht geben. Dieser Fokus bewirkt etwas. In welche Richtung sich das entwickelt, können wir nicht abschätzen. Aber dass sich etwas tut, das merkt man. Wir selbst haben von der Menschenrechtsfrage konkret noch nichts mitbekommen, weil wir hier einfach auch zu sehr eingespannt sind. Wir wollen Musik machen und den Leuten eine gute Zeit geben. Wir würden aufschreien, wenn wir etwas sehen würden.
Wie ist bisher die Resonanz in Baku auf Euer Lied?
Plöchl: Der Sexismusvorwurf, die in Österreich immer wieder aufgetaucht ist, ist hier zweimal gekommen - und das bei 15 bis 30 Interviews pro Tag. Da ist das eine magere Ausbeute. Das zeugt davon, dass Europa und der Song Contest schon weit offener ist, als in Österreich angenommen wird.
Auch Ihr habt drei Backgroundtänzerinnen hinter Euch. Braucht es beim Song Contest Frauen auf der Bühne?
Plöchl: Es braucht generell auf der Welt Frauen. Wir sind da nicht die einzigen. Dynamik generell ist wichtig und da ist eine Möglichkeit, dass man vom anderen Geschlecht jemand mitnimmt.
Was wird von Baku bei Euch hängenbleiben?
Plöchl: Dass sich jeder zu schätzen weiß. In Österreich wirst du vielleicht bewundert, aber sobald du einen Schritt in ein kleines Fettnäpfchen machst, wirst du kritisiert, und es kommt der Neid dazu. Hier ist eher die Stimmung, die Arbeit hinter den Nummern zu schätzen. Das ist ein Spirit, der sehr zu begrüßen ist.
Manuel Hoffelner: Und die Dönerbude bei uns um die Ecke werden wir vermissen. (APA)
aktualisiert: Mo, 21.05.2012 18:31



