Wenn ein Lavasee einen Müllbeutel verschluckt...
Innsbruck – Mit Schwung fliegt ein Müllbeutel über den Kraterrand und fällt 80 Meter in die Tiefe. Dann bricht ein kleines Inferno aus: Die Lava beginnt zu brodeln, immer höher schießen glühendheiße Fontänen nach oben. Der 30 Kilo schwere Sack landet nämlich in einem Lavasee.
Das Experiment hat bereits 2002 am Vulkan Erta Ale in Äthiopien stattgefunden. Die heftige Reaktion überrascht auch Experten. Denn in den meisten Fällen bleiben Dinge, die auf Lava fallen, auf der Kruste liegen. Dort verbrennen sie dann. In diesem Fall scheint der Beutel einen Hohlraum in der Oberfläche getroffen zu haben, berichtet Spiegel Online. Die Lava darunter ist mehr als 1000 Grad Celsius heiß - der Müll fängt sofort Feuer. Gase und Dämpfe werden erzeugt, der See gerät in Wallung, erklärt Bernd Zimanowski gegenüber dem Online-Nachrichtenportal. Die Wellen, die beim Aufschlag des 30-Kilo-Sacks entstehen, tun dann das ihrige zum Mini-Ausbruch. (tt.com)
aktualisiert: Mi, 27.06.2012 13:47


