Geschlossene Systeme
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Hier war Gregor Sailer in den Flüchtlingslagern der Westsahara unterwegs. Mehr Bilder aus seinem Buch „Closed Cities“ auf www.tt.com.Foto: Gregor Sailer
Foto: gregor sailer
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Innsbruck – Dass es in der Sowjetunion „Geheimstädte“ gegeben hat, von deren Existenz der Rest der Welt erst seit Anfang dieses Jahrhunderts weiß, ist bekannt. „Gated Communities“ der unterschiedlichsten Formen gibt es allerdings auf fast allen Kontinenten. In diese Niemandsländer ist der Tiroler Fotograf Gregor Sailer aufgebrochen, um mit fabelhaften Bildern zurückzukommen, die nun zum Buch „Closed Cities“ geworden sind.
Dazu war der 32-Jährige nicht nur in Sibirien unterwegs, sondern auch in Aserbaidschan, Katar, Chile, Argentinien und in der Westsahara. In „Gated Communities“, in denen sich die Reichen von den Armen abschotten genauso wie in aus dem Wüstenboden gestampften Flüchtlingslagern, in militärischen Sperrgebieten, auf Ölförderplattformen und in Minen. Es sind Stimmungsbilder ganz spezieller Gesellschaften, die Sailer hier zelebriert, um gleichzeitig trotz der perfekten Ästhetik ihrer Inszenierung beklemmende Sittenbilder zu sein. Und dies ohne die Bewohner dieser „Closed Cities“ auszukommen.
Margit Zuckriegl, Walter Moser und Wencke Hertzsch steuern Texte zu Gregor Sailers Buch bei, das übrigens soeben zu einem der „Photobooks of the year 2012“ gekürt worden ist. Im Großformat sind die Porträts dieser „Closed Cities“ ab 18. Mai in der Innsbrucker Taxisgalerie zu sehen. (schlo)




