Veruntreutes Mietauto wurde zur Hundetoilette für elf kleine Hunde
Kundl – „Das passiert alle fünf Jahre einmal“, sagt der diensthabende Beamte von der Polizeidienststelle Elbigenalp über den „skurrilen Vorfall“ am Neujahrstag. Mit elf kleinen Hunden an Bord wurden zwei Holländer angehalten, die ihr Mietauto nicht zurückgebracht hatten.
Mit dem noch am gleichen Abend abgeholten Fahrzeug hatte Alexander Kruckenhauser vom Kundler Leihwagen-Verleih SOS dennoch wenig Freude. Das Fahrzeug war innen komplett mit Hundekot und Essensresten verdreckt.
Am 27. Dezember hatte die Firma den Wagen für einen Tag an das holländische Paar vermietet. Was die Leihwagen-Firma damals nicht wusste: die beiden Urlauber reisten in Begleitung von elf kleinen Zuchthunden.
„Noch nie passiert“
„Sowas ist uns in unserer siebenjährigen Firmengeschichte noch nie passiert“, ist Kruckenhauser fassungslos.
Die beiden Holländer hatten gegenüber der Leihwagenfirma nicht nur die Mitnahme ihrer Hunde verschwiegen, sondern auch falsche Angaben bezüglich ihres Reisezieles gemacht. „Sie sagten sie wollen mit dem Auto von Wörgl nach Schwaz“, so Kruckenhauser.
Die ausstehende Leihwagen-Gebühr, die Reinigung und die Schäden am Auto werden den Urlaubern nun in Rechnung gestellt. Laut Stefan Eder von der Polizei-Pressestelle werden Leihautos grundsätzlich nur „höchst selten“ veruntreut: „Eine große Kriminalitätswelle gibt es da nicht“.
Die beiden Holländer gaben gegenüber der Polizei in Elbigenalp übrigens an, es handle sich um ein Missverständnis. Sie hätten gedacht, das Mietauto für längere Zeit gemietet zu haben. (tt.com)
aktualisiert: Do, 03.01.2013 20:57


